ARD-alpha - Ich mach's!


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Informationselektroniker/-in Ein Traum für Tüftler

Sie installieren und konfigurieren Software, sie warten und reparieren Fernseher Informationselektroniker helfen verzweifelten Kunden, wenn die Technik mal wieder versagt, zum Beispiel wenn der Bildschirm schwarz bleibt und die Stereoanlage keinen Laut mehr von sich gibt.

Stand: 10.11.2014

Jasmin will genau solche Probleme lösen. Sie hat schon als Kind gern getüftelt, Computer aufgeschraubt und als 4-Jährige eine Bohrmaschine vom Opa geschenkt bekommen. Gleich darf die 17-Jährige ihr technisches Können unter Beweis stellen: eine Sat-Anlage hat sich verstellt. Die angehende Informationselektronikerin steigt mit ihrem Kollegen aufs Dach und muss das Problem lösen, die Schüssel wieder so einstellen, dass der Kunde wieder fernsehen kann.

Logisches Denken ist gefragt

Während der Ausbildung sitzt sie nicht immer am selben Arbeitsplatz. Im Außendienst sitzt sie viel im Auto und fährt mit einem ihrer Kollegen von Kunde zu Kunde - liefert Fernseher aus, holt Kühlschränke zur Reparatur ab. Dann ist sie auch immer wieder in der Werkstatt ihres Ausbildungsbetriebes. Hier repariert sie defekte Geräte - DVD-Player, Fernseher, Stereoanlagen. Immer wieder muss sie Neues dazulernen, denn die Fehler können ganz unterschiedliche Ursachen haben.

"Heute der Flachbildfernseher, damals die Röhrengeräte, ich darf nicht stehen bleiben, ich muss offen sein für die Technik, das ist ganz wichtig, im Team arbeiten und mit Menschen umgehen können. Das sind die Schwerpunkte, die wir bei der Einstellung haben wollen."

Uwe Baumann

Kein Stillstand!

Christians Tag sieht ganz anders aus. Er arbeitet in einer riesigen Halle mit hohen Regalen, hier lagern die Waren eines Elektronikversandhandels. Fließbänder und ein sogenannter "Putter" transportieren Behälter und Boxen durch die Hochregalschluchten, auf dem Weg werden sie mit den Bestellungen der Kunden bestückt - alles läuft automatisch. Der 23-jährige Informationselektroniker sorgt dafür, dass dieses computergesteuerte Versandsystem ohne Unterbrechung arbeitet, Stillstand würde hohe Kosten verursachen. Christian sitzt viel am Computer, betreut das Netzwerk, muss immer wieder neue Software installieren und konfigurieren. Bis zu 20 Mal am Tag ertönt ein Alarmsignal, das heißt, irgendeine Maschine funktioniert nicht. Auch darum muss sich Christian kümmern, manchmal streiken sogar mehrere Geräte auf einmal, dann muss er Ruhe bewahren, denn während der Reparatur kommt er mit Strom in Kontakt - und da kann er sich schnell verletzen. Um noch mehr zu erfahren über Elektronik und Datenverarbeitung besucht er eine Weiterbildung, will Elektrotechniker werden, denn ausgelernt hat man nie als Informationselektroniker.

Die wichtigsten Fakten zur Ausbildung

  • Offizielle Berufsbezeichnung: Informationselektroniker/-in
  • Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre
  • Ausbildungsform: Duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule
  • Prüfung: HWK
  • Ausbildungsorte: Dienstleister in der Elektronikbranche, kleinere Handwerkbetriebe, Hersteller von Büromaschinen
  • Zugang: Keine formale Zugangsvoraussetzung, aber viele Betriebe verlangen mindestens Mittlere Reife
  • Eignung: Gute Mathematik- und Physik-Kenntnisse, logisches Denken, handwerkliches Geschick, Umgang mit Kunden
  • Perspektiven: Nach der Ausbildung gibt es die Möglichkeit, den Meister oder den Techniker zu machen bzw. ein Ingenieur-Studium zu absolvieren (mit Abitur)
  • Alternativen: Systeminformatiker/in, Elektroniker/in - Informations- u. Telekommunikationstechnik, Systemelektroniker/in, Mikrotechnologe/Mikrotechnologin

Genaue Informationen finden Sie auf den Webseiten der Arbeitsagentur:

Die wichtigsten Infos zum Beruf

Genauigkeit

Genaues und exaktes Arbeiten sind gefragt. Und handwerkliches Talent, wenn es darum geht einen Flachbildschirm an der Wand zu befestigen.

Geld

Informationselektroniker verdienen durchschnittlich im Vergleich zu anderen Handwerksberufen. Im ersten Lehrjahr etwa 420 Euro, im vierten rund 640 Euro.

Kommunikation

Informationselektroniker sollten nicht nur technisch fit sein, sie müssen auch mit Kunden umgehen können, zum Beispiel die neu installierten Geräte erklären.

Ausrufezeichen

Immer am Ball bleiben, heißt die Devise. Informationselektroniker müssen ständig dazulernen, weil immer neue Geräte auf den Markt kommen.


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