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Industriemechaniker/-in Für Technikbegeisterte und Programmierer

Industriemechaniker bauen, warten und reparieren technische Anlagen und Maschinen. Den überwiegenden Teil arbeiten sie in Werkshallen, überwachen und verbessern Abläufe in der Produktion.

Stand: 23.11.2016

Franziska ist im zweiten Ausbildungsjahr. "Beim Einstellungstest haben die damals meine Augen gecheckt und nach Allergien gefragt", erinnert sie sich - "denn dieser Job ist Millimeterarbeit und Du hast ständig fettige Finger von den Schmierstoffen". Franziska betreut einen Industrieroboter. "Der kostet soviel wie ein Haus und schweißt bei uns die Rahmen für die Leuchten, hundert Mal schneller und genauer als ich es könnte", schwärmt sie. Franziska sorgt dafür, dass ihm das Material nicht ausgeht und baut die Maschine entsprechend der Rahmengröße um. Dreieinhalb Jahre dauert ihre Ausbildung. In dieser Zeit lernt man dass feilen, schweißen und bohren eine schweißtreibende Arbeit sind.

Kugellager für die Formel 1

Schweißarbeiten

"Die Umstellung war am Anfang ganz schön hart", klagt Sabrina Gütlein, bei SKF in Schweinfurt. Die Frühschicht beginnt schon kurz nach sechs Uhr. "Wenn die Bürokaufleute anfangen, machen wir schon die erste Pause", erzählt die 18-Jährige. "Aber wenn Du siehst was Du gebaut hast, sind Müdigkeit und Muskelkater schnell vergessen." SKF macht beispielsweise Kugellager für die Rennflitzer der Formel 1. "Da siehst Du plötzlich so ein Rennen mit ganz anderen Augen", schwärmt Manuel Kuhn. Der 19-Jährige steht kurz vor der Abschlussprüfung. In der Produktion hält er die Maschinen am Laufen, damit die möglichst viele Teile herstellen können. Es macht ihm aber auch riesigen Spaß, wenn was nicht funktioniert und er den Fehler entdeckt. Manuel will nach der Ausbildung erst einmal Geld verdienen. Und nach ein paar Jahren möchte er den Industriemeister machen. "Vielleicht hole ich ja auch das Fachabitur nach und studiert Maschinenbau", wer weiß?

Zukunftssicher und gefragt

CNC-Fräse

Industriemechaniker/innen sind vielfältig einsetzbar. Kleine Spezialmaschinenbaubetriebe brauchen sie ebenso wie große Automobilwerke. Die Metallbranche zahlt in der Regel recht gut.

"Es gibt Betriebe, die sagen Realschule ist die unterste Grenze bei uns. Wir wollen die Hauptschüler haben, weil wie soll ich es sagen: wir brauchen nicht nur Häuptlinge, wir brauchen auch Indianer. Oftmals stellt sich der Hauptschüler als Praktiker heraus und macht da seinen Weg, auf der praktischen Schiene im Betrieb und jemand der theoretisch besser ist, bildet sich im theoretischen Bereich weiter. Aber, der Hauptschüler ist für uns nach wie vor noch wichtig."

Thomas Rappelt, Ausbilder SKF Schweinfurt

Die wichtigsten Fakten zur Ausbildung:

  • Offizielle Berufsbezeichnung: Industriemechaniker/-in
  • Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre
  • Ausbildungsform: Duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule
  • Prüfung: Industrie- und Handelskammer
  • Ausbildungsorte: Industrie, z.B. Automobilproduktion
  • Zugang: Qualifizierter Hauptschulabschluss, viele Firmen erwarten auch die Mittlere Reife, gute Noten in Mathe und Physik
  • Eignung: Handwerkliches Geschick,
  • Interesse an Technik, Liebe zum Werkstoff Metall
  • Perspektiven: Derzeit sucht die Metallbranche händeringend Facharbeiter. Nach ein paar Jahren Berufserfahrung ist die Qualifizierung zum Industriemeister oder Techniker möglich. Wer das Fachabitur hat kann ergänzend Maschinenbau studieren. Kleine Spezialmaschinenbaubetriebe brauchen Industriemechaniker ebenso wie große Automobilwerke. Die Metallbranche zahlt in der Regel recht gut.
  • Alternativen: Zerspannungsmechaniker, Anlagenmechaniker
  • Einsatzgebiete: Feingerätebau, Instandhaltung, Maschinen- und Anlagenbau, Produktionstechnik

Genaue Informationen finden Sie auf den Webseiten der Arbeitsagentur:

Die wichtigsten Infos zum Beruf

Verdienstmöglichkeiten

Die Metallbranche zahlt in der Regel besser als andere Handwerksbereiche.

Teamarbeit

Industriemechaniker arbeiten mit Kollegen auf engem Raum zusammen und lösen Probleme oft im Team.

Genauigkeit

Bei diesem Job kommt es oft auf den hunderstel Millimeter an. Fehler können die Produktion lahm legen und deshalb richtig teuer werden.

Geschicklichkeit

Du musst mit Werkzeugen umgehen und exakt und sicher arbeiten können.

Info

Du lernst drehen, fräsen, feilen und das Bauen von Maschinenteilen. Zudem musst Du technische Anlagen überwachen und reparieren.


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