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Holzmechaniker/in Mehr als Süßholzraspeln

Alle die gerne mit Holz und großen Maschinen arbeiten möchten sind hier schon mal richtig. Holzmechaniker arbeiten in großen Produktionsbetrieben und bedienen High-Tech Maschinen.

Stand: 24.04.2013

Alle die gerne mit Holz und großen Maschinen arbeiten möchten sind hier schon mal richtig. Holzmechaniker arbeiten in großen Produktionsbetrieben und bedienen High-Tech Maschinen. Vor der Betriebshalle türmen sich große Holzstapel. An großen Toren werden Möbel, Tische oder Spielgeräte in LKW geladen. Und mitten drin: Jan Wichmann. Der 19jährige ist im zweiten Lehrjahr. Insgesamt dauert die Ausbildung drei Jahre. Beim ersten Gang durch die großen Werkshallen begeisterten Jan die großen Produktionsanlagen. Inzwischen kann er mehrere Maschinen selbst bedienen.

"Das schöne ist, an der Maschine ist man selber dafür verantwortlich was man tut. Es wird einem zwar ab und zu mal über die Schulter gekuckt, aber im Endeffekt hat man seine eigene Arbeit für sich."

Jan Wichmann (19) - 2. Lehrjahr

Nicht jedes Holz gleicht dem anderen

Einfach nur Knöpfe drücken - von wegen. Die Einarbeitung in die neue Technik dauert oft mehrere Wochen. Jan hatte gute Noten in Mathe und Physik, das hilft ungemein. Die meisten Bewerber kommen von der Haupt- oder Mittelschule. Bruch-, Prozent- und Dreisatzrechnung - darum kommt man in diesem Job nicht herum. Mathematik ist eines der wichtigen Fächer an der Berufsschule. Nicht jedes Holz gleicht dem anderen. Auch dazu gibt es viel zu lernen. Je nach Produkt wählen die Fachkräfte geeignete Materialien. Sie stellen in Serienfertigung Tische, Regale oder Ladeneinrichtungen her. Jan begleitet Kollegen auch mit auf Montage und baut die Möbel beim Kunden auf.

"Draußen - bei der Montage muss man  oft improvisieren, weil manchmal passt nicht alles ganz hundertprozentig wie es ist. Weil mal eine Wand krumm ist oder irgendwas nicht genau passt oder eine Farbe falsch war, dann muss man halt schnell reagieren. Irgendwas austauschen oder Sachen wechseln können. Und der Spaß liegt darin, weil man der ganzen Sache, die man im Betrieb gemacht hat endlich mal ein Gesicht aufsetzen kann. Man sieht was daraus wird"

. Jan Wichmann (19) - 2. Lehrjahr

Regelmäßig Fortbildungen

Am Ende der dreijährigen Ausbildung kommt die Abschlussprüfung. Robin Waldmann hat sie vor 10 Jahren bestanden. Als Schichtleiter ist er nun verantwortlich für sechs große computergesteuerte Anlagen im Wert von mehreren Millionen Euro. Zudem muss er dafür sorgen, dass sein Team gute Arbeit leistet und die Sicherheitsvorschriften eingehalten werden. Um all das gut zu machen, besucht Robin Waldmann regelmäßig Fortbildungen.

"Man muss immer am Ball bleiben. Ich meine die Technik entwickelt sich immer weiter. Und man muss da natürlich mitgehen, weil die Maschinen und die Technik bleibt nicht stehen, die gehen auch weiter. Und dementsprechend muss man auch immer weiter mitlernen und sich auch in diese neue Technik reindenken."

Robin Waldmann, Holzmechaniker

Den Holzmechaniker gibt es auch noch in der Fachrichtung Bauelemente, Holzpackmittel und Rahmen. Dabei geht es um die Herstellung von Fenstern, Türen oder Parkett. In beiden Bereichen wird Holz mit computergesteuerten Sägen, Hobel oder Fräsen bearbeitet. Bewerber sollten Lärm und Holzstaub nicht scheuen.

Die wichtigsten Fakten zur Ausbildung:

  • Offizielle Berufsbezeichnung: Holzmechaniker/-in (Möbelbau und Innenausbau)
  • Ausbildungsdauer: drei Jahre
  • Ausbildungsform: duale Ausbildung im Betrieb und an der Berufsschule
  • Prüfung: Während der dreijährigen Ausbildung gibt es eine Zwischenprüfung, meist am Ende des zweiten Lehrjahres. Die Ausbildung endet mit einer Abschlussprüfung.
  • Ausbildungsorte: Ausbildungsplätze bieten v.a. Möbelhersteller, Tischlereien oder Werkstätten der Raumausstatter.
  • Zugang: Ein bestimmter Schulabschluss ist nicht vorgeschrieben; die meisten Auszubildenden haben den qualifizierenden Hauptschulabschluss.
  • Eignung: Die Chefs achten meist auf gute Noten in Mathematik. Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis sind zudem wichtig.
  • Perspektiven: Weiterbildung zum Schichtleiter/-in, Spezialisierung auf Produktionsanlage oder Maschine
  • Alternativen: Zimmerer/-in oder Holzbearbeitungsmechaniker/-in

Weitere Informationen finden Sie auf den Webseiten der Arbeitsagentur:

Die wichtigsten Infos zum Beruf

Genauigkeit

Um Holzmöbel astrein herzustellen, braucht es handwerkliches Geschick, Genauigkeit und technisches Verständnis.

Team

In der Möbelproduktion übernimmt jeder Teilaufgaben, die sich wiederholen. Nur wenn alle gemeinsam ordentlich arbeiten entsteht am Ende ein gutes Produkt.

Geld

Im Vergleich zu anderen Handwerksberufen liegt die Bezahlung in Industriebetrieben im oberen Bereich.


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