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Berufskraftfahrer/-in On the road again...

Berufskraftfahrer müssen das Fahren lieben, auch wenn Unfälle und Staus zum Alltag gehören. Sie transportieren Frachtgut oder Fahrgäste, sie fahren Lkw oder Omnibus.

Stand: 04.05.2015

"Ganz schön eng hier!" Vorsichtig lenkt Dennis Hammel seinen 40-Tonner über die schmale Kreuzung in der Ortschaft. Der 20-Jährige soll einige Paletten bei einer Betonfabrik abholen. Den Lkw-Führerschein hat er schon. Jetzt am Ende der Ausbildung darf er kürzere Strecken schon alleine fahren. Mit einem Jahr Praxis geht's dann auch mal auf die große Reise.

Sicherheit geht vor

Dennis ist für den technischen Zustand und für die Ladung seines Lkw verantwortlich. Das Wichtigste: der Laster darf unterwegs nichts verlieren - egal wie groß und schwer die Fracht ist. Die Sicherheit für sich selbst und andere geht immer vor.

"Ich fahre am liebsten nach Italien. Dort sind die Leute offener, es ist ein schönes Land und man kann gut essen. Wenn man öfter an den gleichen Ort kommt, kennen einen die Leute und grüßen schon."

Dennis Hammel

Auf große Tour

Lkw wird beladen

Berufskraftfahrer arbeiten auch im Omnibus. Es gibt den Linien- und den Reiseverkehr. Jens Grimm erhält gerade seine erste Fahrstunde. Als Busfahrer hat er später viel mit Menschen zu tun. Er trägt die Verantwortung für bis zu 60 Fahrgäste und muss sich mit deren Bedürfnissen auseinander setzen.

"Ich will viel Reiseverkehr fahren. Ich will viele verschiedene Menschen und verschiedene Orte kennen lernen. Und vielleicht auch mal eine große Tour durch Amerika machen - von einem Ende bis zum anderen."

Jens Grimm

Die wichtigsten Fakten zur Ausbildung

  • Offizielle Berufsbezeichnung: Berufskraftfahrer/-in (Berufskraftfahrer arbeiten als Lkw- oder als Busfahrer)
  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre
  • Ausbildungsform: Duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule, Blockunterricht in Fachklassen in Kulmbach, Mindelheim und Roth
  • Zugang: Grundsätzlich braucht man für die Ausbildung zum Berufskraftfahrer keine bestimmte schulische oder berufliche Voraussetzung
  • Prüfung: Die Abschlussprüfung besteht aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil
  • Praxis: Vorführung des fahrerischen Könnens auf öffentlichen Straßen, Fehler- und Abfahrtskontrolle, Kundengespräch.
  • Schriftlich: Beförderung, Planung, Logistik, Wirtschafts- und Sozialkunde.
  • Ausbildungsorte: Transportunternehmen im Güter- und Personenverkehr, d.h. Speditionen, Baustoffunternehmen, Gemeindebetriebe, Reiseunternehmen, Kurierdienste, Pannendienste.
  • Eignung: Berufskraftfahrer müssen vor allem gerne hinter dem Steuer sitzen. Für die langen Fahrten bei oft schwierigen Verkehrsverhältnissen und unter Termindruck sollten sie eine gewisse physische und psychische Belastbarkeit mitbringen. Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit ist den Unternehmern besonders wichtig. Außerdem müssen Berufskraftfahrer unterwegs selbstständige Entscheidungen treffen.
  • Weiterbildung: Industriemeister - Kraftverkehr, Studium / z.B. Fahrzeugtechnik, Selbstständigkeit

Genaue Informationen finden Sie auf den Webseiten der Arbeitsagentur:

Die wichtigsten Infos zum Beruf

Geschick

Kleinere Wartungs- oder Reparaturarbeiten, wie etwa einen Reifenwechsel, müssen Berufskraftfahrer selbst durchführen können. Für den Umgang mit Ölmessstab, Bremsschläuchen und Schraubenschlüssel brauchen Berufskraftfahrer technisches Geschick.

Kraft

Berufskraftfahrer sind für die Ladung ihres Fahrzeuges verantwortlich. Ob das nun Frachtgut auf dem Lkw ist, oder das Gepäck von Busreisenden, der Fahrer muss alles vorschriftsmäßig verstauen. Dabei hat er es häufig mit erheblichen Gewichten zu tun.

Info

Sowohl im Lkw- als auch im Omnibusverkehr sind extreme Arbeitszeiten von früh morgens oder auch bis spät in die Nacht an der Tagesordnung. Je nach Anforderung und Auftrag können die Zeiten auch häufig wechseln.


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