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Raumausstatter/-in Ein Profi für Farbe, Form und Stil

Eine Fensterdekoration mit Schals und Plisseeanlage montieren, einen Parkettfussboden verlegen oder die Wand neu tapezieren: Raumausstatter lernen einen überraschend vielseitigen Beruf. Sie restaurieren und verschönern Boden, Wand, Decke und Fenster.

Stand: 24.09.2013

Auszubildende im Raumaustatterhandwerk arbeiten meistens beim Kunden vor Ort. Den Boden schleifen, spachteln und darauf Teppich verlegen gehört genauso zum Handwerk wie Maler- und Tapezierarbeiten. Dazu Vorhangschienen montieren, Markisen und Lichtschutz anbringen. Auch das Polstern lernen sie im Job: Einem Sofa einen neuen Bezug verpassen, einen Sessel oder einen Barhocker mit Leder überziehen. Der Raumausstatter muss präzise arbeiten und handwerklich geschickt sein. Vor Schmutz, Staub und Klebstoff darf er nicht zurückschrecken - die meisten Teppichkleber sind heute lösemittelfrei.

Schwindelfrei und kopfüber

Sessel erhält neuen Bezug aus Leder

Die Nachteile im Job: Raumausstatter arbeiten auf der Leiter oder über Kopf. Sie müssen deshalb schwindelfrei sein. Viele Arbeiten lassen sich nur in gebückter Haltung oder auf Knien erledigen. Die Azubis müssen auch immer wieder schwer heben und schleppen. Sie sollten daher körperlich fit und belastbar sein. Dafür lockt ein überraschend vielseitiger Beruf. Jeden Tag eine neue Herausforderung. Spaß macht auch die Arbeit im Team: Gemeinsam erlebt man den Fortschritt. Ein Raumausstatter mit Gesellenprüfung ist ein Allround-Fachmann. Mit seinem Wissen kann er später im In- und Ausland anheuern. Mit den neuen Modeströmungen ist er vertraut: Ein Profi für Farbe, Form und Stil. Der Raumausstattermeister kümmert sich um die Entwürfe, stellt Farbkombinationen zusammen und berät die Kundschaft.

Die wichtigsten Fakten zur Ausbildung

  • Offizielle Berufsbezeichnung: Raumausstatter
  • Ausbildungsdauer: Drei Jahre
  • Ausbildungsform: Duale Ausbildung, Betrieb und Berufsschule
  • Ausbildungsorte: In der Werkstatt und vor Ort beim Kunden
  • Zugang: meist Hauptschulabschluss
  • Eignung: Ein Raumausstatter-Azubi sollte handwerklich geschickt sein. Er soll präzise messen und berechnen können. Körperlich muss er belastbar sein und gern im Team arbeiten.
  • Weiterbildung: Nach dem Gesellenabschluss kann der Raumausstatter die Meisterprüfung machen. Dann kann er sich zum Beispiel zum Restaurator im Handwerk fortbilden. Über die Hochschulreife kann er auch ein Studium der Innenarchitektur anschließen.

Genaue Informationen finden Sie auf den Webseiten der Arbeitsagentur:

Die wichtigsten Infos zum Beruf

Kraft

Ein Raumausstatter muss oft auch schwer heben und schleppen. Er soll körperlich belastbar sein - und beim Arbeiten über Kopf und auf der Leiter auch schwindelfrei.

Teamarbeit

Raumausstatter sind meistens im Team unterwegs, sie arbeiten auf den Baustellen beim Kunden. Viele Jobs lassen sich allein kaum erledigen.


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