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Ofen- und Luftheizungsbauer/-in Heiße Öfen

"Hafner" so nannte man zu Opas Zeiten Leute, die aus Tonkacheln Öfen setzten. Heute lautet die offizielle Berufsbezeichnung: Ofen- und Luftheizungsbauer. Die Aufgaben: Planen, montieren und installieren von Öfen und Heizanlagen unterschiedlichster Art.

Stand: 08.12.2014

Maximilian ist 16 Jahre alt und im ersten von drei Ausbildungsjahren. Wer Öfen bauen will, lernt viel über die technischen Hintergründe des Heizens und paukt Vorschriften zum Beispiel über den Brandschutz. Regelmäßig besucht Maximilian die Berufsschule in München. Mit seinem Meister, Eddi Arnold aus der Rhön, ist er zudem auf Baustellen in ganz Deutschland unterwegs.

"Der Arbeitsalltag ist manchmal auch Kälte, wenn man im kalten Neubau arbeiten muss. Dann gehört zum Alltag auch, dass man Service macht und ältere Öfen putzt. Danach ist man manchmal schwarz wie ein Kaminkehrer. Aber ich habe es bisher noch nie als unangenehm empfunden, das war für mich immer eine befriedigende und schöne Arbeit. Weil man viel mit Kunden zusammenkommt. Und für sie tolle Öfen bauen kann."

Eddi Arnold, Meister

Nur wer gerne kräftig anpackt wird in diesem Beruf glücklich. Heutzutage steckt auch viel Elektronik in den Öfen. Deshalb muss selbst der Meister immer wieder hinzulernen, trotz 25 Jahren Berufserfahrung. Maximilian hat den Hauptschulabschluss, wie die meisten Azubis in diesem Handwerk. Wer gerne handwerklich arbeitet und kreativ ist hat gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Lange Zeit waren die Feuerstellen aus der Mode. Da Öl- und Gaspreise steigen, entscheiden sich immer mehr Bauherren für einen gemütlichen Ofen oder Kamin. Es gibt viel zu tun für Ofen- und Luftheizungsbauer/innen.

Die wichtigsten Fakten zur Ausbildung

  • Offizielle Berufsbezeichnung: Ofen- und Luftheizungsbauer/-in
  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre
  • Ausbildungsform: Ofen- und Luftheizungsbauer/innen werden im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule ausgebildet. Meist sind sie in Werkstätten tätig, bei der Montage auch auf Baustellen.
  • Prüfung: Handwerkskammer.
  • Ausbildungsorte: Installations- und Heizungsbaubetriebe - dort durchlaufen die Azubis die verschiedenen Stationen.
  • Zugang: Grundsätzlich ist keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung vorgeschrieben. Aber ohne Hauptschulabschluss ist es schwer einen Ausbildungsplatz zu bekommen.
  • Eignung: Gute Kenntnisse in Mathematik und Physik, technisches Verständnis, handwerkliches Geschick, körperliche Fitness.
  • Perspektiven: Techniker, Meisterprüfung, Selbstständigkeit
  • Ausbildungsalternativen: Anlagenmechaniker/Anlagenmechanikerin für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Mechatroniker/Mechatronikerin für Kältetechnik

Genaue Informationen finden Sie auf den Webseiten der Arbeitsagentur:

Die wichtigsten Infos zum Beruf

Verdienstmöglichkeiten

Angehende Ofen- und Luftheizungsbauer verdienen im ersten Ausbildungsjahr rund 500 Euro, im  dritten knapp 600 Euro. Nach der Ausbildung kann die tarifliche Bruttovergütung 15,47 € bis 16,21 € die Stunde betragen.

Mathematisches Verständnis

Ein Mathegenie muss man nicht sein, um Erfolg in dem Beruf zu haben, doch gewisses mathematisches Verständnis ist wichtig.

Kraft

In diesem Handwerk muss man oft schwer heben und schleppen. Wer sich dafür interessiert, sollte körperlich belastbar sein.

Geschick

Mauern, verputzen, sägen und biegen - viele unterschiedliche Materialien müssen bearbeitet werden. Handwerkliches Geschick ist da wichtig.


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