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Gartenbauwerker/-in Mit Gartenschere und Rüttelplatte

Angehende Gartenbauwerker starten nicht gleich in eine Vollausbildung als Gärtner, das können sie nach einer dreijährigen Lehre in verschiedenen Fachrichtungen immer noch. Jugendliche mit staatlich anerkanntem Förderbedarf können sich in diesem grünen Beruf zu Gartenprofis entwickeln und den Schritt in eine Vollausbildung schaffen. Auf dem Arbeitsmarkt wächst der Bedarf an solchen Fachkräften.

Stand: 16.06.2016

Morgens um sieben Uhr geht's los: Schaufeln, Pickel, Wasserwaage, Rüttelplatte, Mischmaschine kommen auf den Kleinlaster. Ein Trupp Gartenbauwerker-Azubis in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau macht sich mit einem Ausbilder auf den Weg zu einer Baustelle. Zwei, drei Wochen lang werden sie einen kompletten Garten anlegen, Wege bauen, Beet-Einfassungen pflastern, Sträucher pflanzen und Rollrasen verlegen. Sobald das Projekt fertig ist, werden die angehenden Gartenbauwerker auf einer anderen Baustelle arbeiten.

Umgang mit Maschinen

In ihrer Bildungseinrichtung, wo die meisten Azubis auch wohnen, üben sie den Umgang mit Maschinen, lernen Pflanzen kennen und wie sie gepflegt werden. Marcel ebnet gerade ein Schotterbett, auf dem er gleich Betonpflastersteine verlegt. Ein pädagogisch geschulter Ausbilder ist immer in der Nähe, hilft und fördert den Nachwuchs in diesem Grünen Beruf. Marcel hat nach der Förderschule einen Test bei der Bundesagentur für Arbeit gemacht und ist kurz vor Ende des ersten Lehrjahres zufrieden mit seiner Berufswahl.

"Ich hab schon Schreiner ausprobiert gehabt und Koch. Gartenbau ist eben, weil ich an der Luft bin, das Körperliche Arbeiten, das gefällt mir sehr gut. Und ich sehe halt eben, wie bei dieser Arbeit hier, beim Abziehen, ich sehe am Abend was ich getan habe."

 Marcel Steimer (17), 1. Ausbildungsjahr

Schöne, gesunde Pflanzen

Körperlich weniger anstrengend ist die Ausbildung zum Gartenbauwerker in der Fachrichtung Zierpflanzenbau. Für die Arbeit mit den "blühenden Schönheiten" entscheiden sich auch viele junge Frauen. Sie säen, pflanzen, topfen ein, düngen und gießen die Pflanzen bis zum Verkauf im Laden. Manchen gefällt die Arbeit nah am Kunden und sie beraten sogar und helfen beim Verkauf. Ähnlich abwechslungsreich ist die Arbeit in den Fachrichtungen "Gemüsebau" und "Baumschule". In der Baumschule müssen Bäume und Sträucher mehrfach verpflanzt und am Ende dem Kunden geliefert werden. Das ist teilweise anstrengend. Allerdings kommen mehr und mehr moderne Maschinen zum Einsatz. Die Azubis lernen auch den Umgang mit diesen Maschinen. Werker können nach ihrer Ausbildung eine verkürzte Lehre zum Gärtner anschließen und so in Betrieben mit ihren Kollegen sozusagen auf Augenhöhe voran kommen. Manche schaffen es bis zum Meistertitel.

Die wichtigsten Fakten zur Ausbildung

  • Offizielle Berufsbezeichnung: Werker/-in im Gartenbau
  • Ausbildungsdauer: Drei Jahre
  • Ausbildungsform: Duale Ausbildung bei Ausbildungsbetrieben und in der Berufsschule.
  • Ausbildungsorte: Ausbildungsbetrieb (oft Bildungsträger), Berufsschule.
  • Zugang: Reha-Status, festgestellt durch die Bundesagentur für Arbeit.
  • Eignung: gerne mit Pflanzen umgehen, gute körperliche Verfassung, Sorgfalt
  • Prüfung: Ämter für Ernährung-, Landwirtschaft und Forsten.
  • Perspektiven: Vollausbildung zum Gärtner, Meister/-in,  die Ausbildung wird vergütet.

Genaue Informationen finden Sie auf den Webseiten der Arbeitsagentur:


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