ARD-alpha - Dokumentarspiele

Die nervöse Großmacht

Vom Reich zur Republik Die nervöse Großmacht

Stand: 09.11.2012 | Archiv

Nach der "Reichsgründung" schildert "Die nervöse Großmacht" die Jahre 1871 bis 1890, also die gesamte Zeit von Bismarcks Reichskanzlerschaft bis zu seiner durch Kaiser Wilhelm II. (Florian Fischer) erzwungenen Abdankung.

Nach der Gründung des Deutschen Reiches gilt es für den autoritären Kanzler, sich die unterschiedlichen innen- und außenpolitischen Entwicklungen der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zunutze zu machen, zur Machtsicherung Deutschlands ebenso wie zu seiner eigenen.

Filminfo: Die Reichsgründung      Buch: Klaus Gietinger und Bernd Fischerauer                                      Regie: Bernd Fischerauer

Dokumentarspiel 2012

Bismarcks sicheres politisches Gespür und die Kompromisslosigkeit gegenüber seinen Feinden sind es, die den Kanzler und sein Reich über viele Jahrzehnte an der Spitze der europäischen Politik und Wirtschaft halten.

Einerseits gelingt es Bismarck außenpolitisch, sich durch ein ausgeklügeltes Bündnissystem dem Groll der Nachbarstaaten – allen voran das geschlagene Frankreich – zu entziehen und den Frieden auf dem Kontinent zu erhalten.

Andererseits rückt er seinen politischen Gegnern im eigenen Land, darunter die Liberalen, die katholische Kirche und ganz besonders die erstarkende Sozialdemokratie, mit aggressiven Erlässen und Gesetzen zu Leibe.

Leidtragender ist – neben Bebel und Liebknecht – hier auch der einfache Arbeiter Franz Wölke (Benjamin Kramme) dessen junge Familie die gesamte Härte der Bismarckschen Innenpolitik zu spüren bekommt.

Doch die Machtstellung des Kanzlers beginnt zu bröckeln. Nach dem Tod Wilhelms I. und der Thronfolge seines kränklichen Sohnes, der kurz darauf ebenfalls stirbt, wird wiederum dessen Sohn Wilhelm II. deutscher Regent. Dieses Jahr 1888 geht damit in die Geschichte ein als "Dreikaiserjahr".

Dem forschen und impulsiven Wilhelm II. ist Bismarcks ausgleichende Bündnispolitik und autoritäres Auftreten jedoch ein Dorn im Auge. Es dauert nicht lange, bis es zum Schlagabtausch zwischen den zwei Machtmenschen kommt…

Besetzung:

Torsten Münchow (Otto von Bismarck)
Michael Mendl (Wilhelm I.)
George Meyer-Goll (Wilhelm Liebknecht)
Philipp Oehme (August Bebel)
Bibiana Beglau (Johanne von Bismarck)
Benjamin Kramme (Franz Wöllke)
Undine Brixner (Augustine von Preußen)
Gudrun Landgrebe (Sophie von Hatzfeld)
Reiner Schöne (Helmuth von Moltke)
Katharina Rivilis (Prinzessin Victoria)
u.v.a.