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Ein faszinierendes Forscherleben

Charles Darwin Ein faszinierendes Forscherleben

charles darwin | Bild: BR/INTER/AKTION

Darwin gewann seine Erkenntnisse über die Entstehung der Arten nicht am Schreibtisch, sondern bei der akribischen Beobachtung der Natur. Unsere neue Serie erzählt sein abenteuerliches Leben - und befragt Experten zu seinen revolutionären Theorien.

Charles Darwin hat mit seiner Theorie der natürlichen Selektion die Biologie revolutioniert und das moderne Denken entscheidend geprägt. Sein weltbekanntes Werk "On the Origin of Species" erschien vor 150 Jahren, am 24. November 1859.

Darwin sammelte, ordnete und analysierte unzählige Pflanzen und Tiere. Die Vielfalt der Arten und deren hervorragende Anpassung an ihren jeweiligen Lebensraum führten ihn zu seiner bahnbrechenden Erkenntnis: Es muss eine natürliche Selektion geben, die für das Werden und Vergehen der Arten auf der Erde verantwortlich ist.

Die 6-teilige Reihe "Charles Darwin" vermittelt die Grundlagen des Darwinschen Gedankengutes und gibt damit den Zuschauern das biologische Basiswissen zum Thema Evolution. Darauf aufbauend wird die Weiterentwicklung seiner Theorie bis in unsere Gegenwart verständlich.

Alle Folgen im Überblick

1. Folge

Die Suche nach dem Ursprung des Lebens

Charles Darwin (1809-1882) verbringt seine Kindheit in Shrewsbury, Mittelengland. Er entwickelt ein reges Interesse für die Natur. Sein Medizinstudium in Edinburgh bricht Darwin vorzeitig ab. Er schlägt die Laufbahn eines Landpfarrers ein und studiert in Cambridge Theologie. Dennoch ist sein Interesse für die Natur ungebrochen. Er lernt erste Gedanken zur Evolution kennen, allen voran die Lehre von Lamarck. Die Welt der Wissenschaft ist Anfang des 19. Jahrhunderts im Umbruch - man sucht in der Natur, nicht mehr in der Bibel, nach Erklärungen für den Ursprung des Lebens. Darwin knüpft Kontakte zu renommierten Naturforschern seiner Zeit und erhält schließlich die Einladung, an einer Weltumsegelung mit der H.M.S. Beagle teilzunehmen.

2. Folge

Ein Forscherleben auf dem Schiff

Charles Darwin (1809-1882) lernt auf seiner Weltreise mit dem Forschungsschiff H.M.S Beagle die Natur in ihren unterschiedlichen Facetten kennen. Er beschäftigt sich zunächst vor allem mit der Geologie und erkennt, dass die Erde sich stetig verändert. In Südamerika entdeckt er Knochen einer ausgestorbenen Faultierart. Diese ist den heutigen Faultieren sehr ähnlich, nur viel größer. Darwin schließt daraus, dass die Veränderlichkeit der Erde auch auf alle anderen Lebewesen zutrifft.

3. Folge

Erkenntnisse über die Vielfalt der Arten

Die zentrale Station von Charles Darwins Weltumsegelung mit der Beagle ist der Galapagos-Archipel. 1835 trifft der junge britische Naturforscher dort auf eine beeindruckende Artenvielfalt. Er sammelt und katalogisiert drei Viertel der auf den Inseln lebenden Arten und leistet damit einen großen Beitrag zur Zoologie. Immer deutlicher erkennt Darwin, dass die Lebewesen auf der Erde nicht in einem Schritt entstanden sein können, sondern dass Veränderungs- und Anpassungsmechanismen am Werk sein müssen.

4. Folge

Veröffentlichung der Evolutionstheorie

Nachdem der britische Naturforscher Charles Darwin von seiner fünfjährigen Reise mit der Beagle wieder in England ankommt, ist er ein bekannter Wissenschaftler. Dennoch lebt er zurückgezogen mit seiner Familie im Städtchen Down. Dort beschäftigt er sich mit zoologischen und botanischen Themen und geht insgeheim der Frage nach der Entstehung der Arten nach. Im Jahr 1858 erhält er einen Brief seines Kollegen Alfred Wallace. Dieser hat wie Darwin eine Theorie zur Abstammung der Lebewesen verfasst. Nun wagt Darwin endlich den Schritt in die Öffentlichkeit.

5. Folge

Die Evolutionstheorie auf dem Vormarsch

Am 24. November 1859 erscheint Darwins Hauptwerk "On the Origin of Species" (Die Abstammung der Arten). Der Naturforscher beschreibt, dass sich die Arten auf der Welt ständig wandeln. Dafür ist die natürliche Selektion verantwortlich, die jene Lebewesen bevorzugt, die "fitter", also besser an ihre Umwelt angepasst sind. Darwins Werk findet schnell viele Befürworter - aber bis heute auch erbitterte Gegner.

6. Folge

Darwins Erkenntnisse wirken bis heute

Charles Darwin hat mit seinem Werk "Die Entstehung der Arten" die Wissenschaft revolutioniert. Er hat den Beweis erbracht, dass sich alle Lebewesen stetig wandeln und nicht, wie von der Bibel behauptet, in einem Schritt entstanden sind. Damit beeinflussen Darwins Gedanken die Naturwissenschaften bis heute.

Die jeweils 15-minütigen Folgen begleiten Charles Darwin in Spielszenen bei seinen Beobachtungen und Erkenntnissen. Analysiert und eingeordnet wird sein Wirken dabei von Experten wie dem Evolutionsbiologen Prof. Ulrich Kutschera, dem Botaniker Prof. Jürke Grau, dem Paläontologen Prof. Gert Wörheide, dem Zoologen Prof. Klaus Schönitzer oder der Historikerin Dr. Julia Voss.