ARD-alpha - Campus Magazin


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Ein Herz für Studenten Wer lässt Studenten bei sich wohnen?

24 Quadratmeter, 570 Euro. Wohnraum ist für Studenten in Ballungsräumen wie Frankfurt oder München kaum noch zu bezahlen - wir haben nachgefragt: Wer nimmt einen Studenten auf?

Von: Andrea Mittlmeier

Stand: 06.10.2017

Ein freies Zimmer, 80 Bewerber. Wohnen ist in Großstädten zum Luxusgut geworden. Das bekommen ganz besonders Studenten zu spüren. Viele quälen sich durch langwierige Castings, bis sie endlich in ein WG-Zimmer einziehen können - oft ist es überteuert und frisst einen Großteil des Geldes auf, dass sie von den Eltern, über Bafög oder Nebenjobs bekommen.

Minieinheiten gegen die Wohnungsnot

Die Bundesregierung will nun etwas gegen die Wohnungsnot von Studentenwohnungen tun. Sogenannte Vario-Wohnungen sollen überall in Deutschland entstehen.

Eckdaten der Vario-Wohnungen

- 20 Quadratmeter
- Eigene Kochnische
- Miete max. 280 Euro/Monat

Für Städte wie München oder Frankfurt wäre das ein Schnäppchen. Die Frage ist allerdings, ob sich das Angebot für Bauunternehmer wirklich rechnet. Sie können für die Planung bis zu 70.000 Euro und für das Bauen der Wohnungen bis zu 500 Euro pro Quadratmeter bekommen. Selbst dann sind 280 Euro Miete pro Monat immer noch extrem wenig.

Bewachen durch Mieten

Eine interessante Alternative ist das Konzept: Bewachen durch Mieten. Zum Beispiel im alten Finanzamt in Münster. Dort sind Studenten nicht nur Mieter, sondern auch Hauswächter. Sie wohnen in den alten Amtsstuben, damit das Gebäude nicht verfällt.

Umfrage unter Studenten: Wie wohnst du?


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