ARD-alpha - Campus Magazin


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Lindas China-Tagebuch Auf Entdeckertour im Land des Lächelns

Volle Metros zur Rushhour, der Campus der Peking Universität oder abgefahrene chinesische Delikatessen. Alles was Linda auf ihrer Reise durch China auffällt, zeigt sie uns hier in ihrem China Tagebuch:

Von: Linda Zahlhaas

Stand: 13.07.2017

Linda reist zur Zeit durch China, gerade ist sie in Peking | Bild: BR

Linda hat letzten Sommer ihr Sinologie-Studium abgeschlossen und reist in ihrem Gap-Year zwischen Bachelor und Master gerade durch China.

Auf der Essensmeile bei Wangfujing: Skorpion am Spieß

Gegrillter Oktopus am Spieß oder mit Fleisch gefüllte Teigtaschen sind dem europäischen Gaumen noch vertraut, bei Pansenstreifen in Suppe oder Skorpion am Spieß beginnt dann die kulinarische Herausforderung.

Um sich einen ersten Überblick über chinesische Delikatessen zu verschaffen ist die Essensmeile bei Wangfujing, eine der Haupteinkaufsstraßen Pekings, genau der richtige Ort. Hier findet man neben den aufgespießten Skorpionen auch unterschiedlichen Nudelarten und Spezialitäten aus den verschiedenen chinesischen Provinzen. Was auf den Tisch kommt, unterscheidet sich von Region zu Region. Dabei wird nicht nur ein Gericht bestellt, wie in Deutschland, sondern gleich mehrere, die dann  geteilt.

In der Pekinger Metro

In der Früh kleben die Rücken und Bäuche der Pekinger Metro-Fahrgäste, wie Ölsardinen aus der Dose aneinander. Dennoch scheint es, als wären die  meisten Chinesen davon unbeeindruckt: sie schauen mit gesenkten Kopf unbeirrt in ihre Smartphones. Die Pekinger sind die  Menschenmassen, die überfüllten Straßen und Metros zur Rushhour gewöhnt. Über 21,5 Millionen Menschen leben derzeit in Chinas Hauptstadt Peking, der nach Shanghai zweitgrößten Stadt Chinas.

Um die angespannte Verkehrssituation zu verbessern sind die Chinesen kreativ: Seit einigen Monaten stehen an den Straßenkreuzungen und Metro-Stationen chinesischer Großstädte Hunderte von gelben und orangenen „Sharing-Bikes“. Mit Hilfe einer App lassen sich diese einfach und günstig ausleihen. Wird das Fahrrad nicht mehr benötigt, wird es an einen beliebigen Ort wieder abgestellt. So benutzen jetzt viele  lieber das Fahrrad, als den Bus für die letzte Distanz bis zum Arbeitsplatz. 

Fahrräder werden auch von den Studenten der Peking Universität benutzt, um auf dem riesigen Campus die Strecken zwischen den einzelnen Lehrgebäuden zurückzulegen. Die überfüllten Metros und Straßen bleiben den Studenten in China jedoch erspart, denn die meisten von ihnen leben im Wohnheim auf dem Campus.

To-dos bevor es losgehen kann

Studentinnen am "Happy Spring Festival" in Shijiazhuang | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Deutsche in China Was brauchst Du für einen Studienaufenthalt in China?

Und plötzlich bist Du der Pünktlichste und der Ordentlichste. Und Du fragst Dich, wie lange Du noch ohne Käse leben kannst. Und ob das Taxi, in dem Du sitzt, in den letzten 20 Jahren einen TÜV gesehen hat. Selten fühlt man sich so deutsch wie als Deutscher in China. [mehr]

Um den Studientraum China zu realisieren, ist eine längerfristige Vorbereitung notwendig - mindestens ein Vorlauf von eineinhalb Jahren. Von heute auf morgen geht das sicher nicht. Zu empfehlen sind hier die Programme des DAAD, sie haben eine lange Tradition. Aber auch Partnerschaften zwischen einzelnen Unis beinhalten viele Möglichkeiten – hier informiert meist die Auslandsstudienberatung. Die private Organisation direkt über eine chinesische Universität ist mit etwas größerem Aufwand verbunden. Noch ein Tipp zur Sprache: Mit einer Tandem-Freundschaft kann man die chinesische Kultur auf einer ganz individuellen Ebene kennenlernen und seine eigenen Sprachkenntnisse fördern.


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