ARD-alpha - Campus Magazin


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Bologna-Prozess Die internationale Hochschulreform

Am 19. Juni 1999 haben 29 europäische Staaten in der italienischen Universitätsstadt die sogenannte Bologna-Erklärung unterzeichnet. Seither ist die Zahl der teilnehmenden Staaten auf 47 angewachsen, nicht alle sind EU-Mitglieder.

Von: Christian Wurzer

Stand: 14.01.2015

Der Bologna-Prozess sollte mit dem Austausch von Studierenden und Hochschulpersonal die europäische Hochschullandschaft weiterentwickeln. Die Ziele sind zum Teil erreicht.

"Was gelungen ist, dass tatsächlich innerhalb Europas die Zusammenarbeit der Hochschulen weiter gestärkt worden ist, dass es weiter vorangeht. Diese Sorge, dass die eigene Studienzeit aus anderen Ländern in Europa nicht mehr anerkannt wird – die ist nicht mehr da."

Edelgard Bulmahn, 1998 bis 2005 Bundesministerin für Bildung und Forschung

Es ist Ernüchterung eingekehrt. Nicht überall hat der Bologna-Prozess seine Ziele erreicht und ist in die Kritik geraten. Vielerorts klagen Studierende und Hochschullehrer über Verschulung und Beschneidung der akademischen Freiheit. Die Studienabschlüsse erweisen sich als nicht so vergleichbar wie ursprünglich gedacht. Es ist weiter schwierig, als Studierender ins Ausland zu wechseln. Nur jeder fünfte Bachelor-Student schafft es, so die Hochschulrektorenkonferenz, tatsächlich Auslandserfahrung während des Studiums zu sammeln. Trotz aller Bemühungen, die Kritik am Bologna-Prozess verstummt nicht.


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