ARD-alpha - Campus Magazin


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Orientierung Abi und was dann?

Geschafft! Mit dem Abi in der Tasche freuen sich viele Schulabsolventen über die neue Freiheit. "Der Mensch ist zur Freiheit verdammt." (Jean Paul Sartre) Aber was tun mit der Freiheit? Hier Tipps für nach dem Abi.

Von: Christian Wurzer

Stand: 20.01.2015

Abiturienten | Bild: picture-alliance/dpa

Nach dem Abi studieren, ein Praktikum machen, Jobben, eine Ausbildung beginnen, all das muss einander nicht ausschließen. Man kann auch zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Hier unsere Ideen für Wege zum Studium:

Idee 1: Starte mit einem Praktikum!

Du lernst eine Branche kennen, siehst wie der Arbeitsalltag aussehen kann. Du bist in einem Umfeld, das vielleicht auch dem entspricht, was dich glücklich machen kann und mit dem du dich für längere Zeit in deinem Leben beschäftigen kannst. Vielleicht ergibt sich daraus eine Ausbildung und dein späterer Berufseinstieg ohne Studium. Oder aber, du entscheidest dich im Praktikum für eine Ausbildung mit Studium. Es gibt Firmen, die ein sogenanntes Duales Studium anbieten. Wege dorthin findest du hier.

Idee 2: Suche ein Fach, das dich interessiert und studiere!

Hast du ein passendes Fach gefunden, sieh nach, welche Studiengänge sich damit verbinden lassen. Viele Universitäten bieten ein Schnupperstudium an. Schulabsolventen mit Hochschulreife haben die Möglichkeit über ein oder zwei Tage in den Studienbetrieb hineinzuschnuppern, Vorlesungen und andere Lehrveranstaltungen zu besuchen, in der Mensa zu essen und mehr.

Oder: Kontaktiere die Studienberatung deines Wunschstudienortes direkt. Jede Hochschule oder Universität hat eine Studienberatung. Dort findest du auch Informationen über ein Schnupperstudium. Hier fünf Beispiele:

Idee 3: Erlerne einen Beruf mit anschließendem Studium

Vielleicht hast du ja schon entdeckt, welches Arbeitsfeld dich interessieren würde. Du kannst auch eine Berufsausbildung beginnen. Nach der Ausbildung kannst du gezielt in das zugehörige Studienfach einsteigen, oder du hast entdeckt, dass du andere Interessen hast.

Und übrigens mit diesen Sorgen bist du nicht allein: 2015 wird es so viele Studienanfänger geben wie noch nie. Bis 2025 wird ihre Zahl nur leicht fallen.

Rund 42 Prozent derer, die sich 2014 an einer Uni einschrieben, wussten bis kurz vorher nicht, für was sie sich einschreiben sollten. An Fachhochschulen waren es sogar noch mehr. 64 Prozent wussten kurze Zeit vor der Einschreibung nicht, was sie studieren wollten.


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