ARD-alpha - Campus Magazin


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Wohnen in Uni-Städten Jedes Jahr ein bisschen teurer

Mit dem Ansturm auf die Hochschulen steigen die Mieten – besonders in beliebten Uni-Städten wie München, Leipzig und Heidelberg. Wo du mit deinem Budget trotzdem unterkommst, zeigt diese interaktive Grafik.

Von: Jonas Krumbein, Grafikdesign: Christian Sonnberger

Stand: 31.10.2014

Das kostet deine Miete | Bild: BR

Die Unis melden Studentenrekorde. Doch der Bau von Wohnheimen hält kaum Schritt. Die Folge: Studierende suchen länger nach Unterkünften - und zahlen meist mehr. Wir zeigen, wo die Miete erschwinglich ist: für WG-Zimmer, Ein-Zimmer-Apartments und Zwei-Zimmer-Wohnungen, auf dem freien Markt und in Wohnheimen, in der Metropole München, der Studentenstadt Heidelberg und im hippen Leipzig.

Und so gehts: Einfach dein Budget eintragen, Vermietungsart und Wohnform wählen – und fertig ist dein persönlicher Mietatlas, angezeigt im praktischen Ampelsystem: von grün wie bezahlbar bis rot wie unbezahlbar.

Die Ergebnisse zeigen: Wer in München oder Heidelberg zentrumsnah wohnen will, muss rund die Hälfte des Studentenbudgets für die Miete ausgeben. Wohnheime kosten weniger, doch die Plätze sind knapp. Bessere Chancen auf bezahlbares Wohnen hat man etwa in Leipzig.

Diese Daten stecken hinter der Grafik

Alle Angaben sind Durchschnittswerte von Oktober 2013 bis September 2014, errechnet mit Daten der Studierendenwerke und von wg-gesucht.de, dem größten Anbieter provisionsfreier WG-Zimmer und kleiner Mietwohnungen in Deutschland. Die von privaten Vermietern verlangten Kaltmieten haben wir in Warmmieten umgerechnet, um den Vergleich mit den Wohnheimmieten zu ermöglichen. Der Grund: Studierendenwerke berechnen stets Warmmieten. Nebenkosten wie Heizung, Strom und Wasser sind darin bereits enthalten. Basis beim Umrechnen von Kalt- in Warmmieten waren die durchschnittliche Betriebskostenwerte, die Städte oder Bundesländer regelmäßig ausweisen.

Unserem Ampelsystem liegt eine Faustregel des Deutschen Mieterbunds zugrunde: Wer mehr als 30 Prozent seines Nettoeinkommens für Miete und Nebenkosten ausgibt, gilt als finanziell überlastet und kann nichts mehr für Urlaub oder Notfälle zurücklegen.


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