ARD-alpha - Campus Magazin


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Lexikon Exzellenz kurz erklärt

Was verbirgt sich hinter der Exzellenz-Initative? Wir erklären, was ein Zukunftskonzept ist, was in Exzellenz-Clustern geschieht und wie Graduiertenkollegs beim Promovieren helfen.

Von: Jonas Krumbein

Stand: 12.11.2014

Aufgeschlagenes Buch | Bild: colourbox.com

Exzellenz, kurz erklärt

Exzellenzinitiative

Mit der Exzellenz-Initative fördern Bund und Länder seit 2006 die Forschung an deutschen Hochschulen. Diese konnten sich in bislang zwei Runden (2007/2007 und 2012) um Millionenzuschüsse zur Entwicklung der Gesamtuniversität (Zukunftskonzept) bewerben, außerdem für Exzellenz-Cluster (Förderung der Forschung eines Themenkomplexes) und Graduiertenschulen (Förderung von Doktoranden). Derzeit werden elf Zukunftskonzepte, 37 Exzellenz-Cluster und 39 Graduiertenschulen gefördert.

Exzellenzuniversität

Als Exzellenz-Universität gelten im allgemeinen Sprachgebrauch jene Hochschulen, die mit ihren Zukunftskonzepten im Rahmen der Exzellenz-Initiative gefördert werden. Zukunftskonzepte definieren die Ziele einer Universität in der Forschung. Zudem enthalten sie Mittel zum Erreichen der Ziele. Eine erfolgreiche Bewerbung setzt – neben einem überzeugenden Zukunftskonzept – die Einwerbung von mindestens einem Exzellenz-Cluster und einer Graduiertenschule voraus.

Exzellenzcluster

Exzellenz-Cluster sind Großforschungsgruppen, in denen oft bis zu hundert Wissenschaftler verschiedener Diziplinen gemeinsam an Fragen hoher gesellschaftlicher oder wirtschaftlicher Relevanz forschen. Im Rahmen der Exzellenz-Initative fließen dafür pro Jahr und Cluster rund 6,5 Millionen Euro.

Graduiertenschule

Die im Rahmen der Exzellenz-Initative geförderten Graduiertenschulen ermöglichen Doktoranden, ihre Doktorarbeit zu schreiben. Die Geförderten erhalten in der Regel ein monatliches Stipendium und können sich in der Graduiertenschule mit anderen Doktoranden austauchen. Oft bearbeiten in einer Graduiertenschule Doktoranden aus verschiedenen Fächern ähnliche Fragen, was den interdisziplinären Austausch und die Qualität der Forschungsergebnisse fördern soll.


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