ARD-alpha - Campus Magazin


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ERASMUS und Comenius Studenten- und Schülerprogramme der EU

Gut für den Lebenslauf und ideal, um Erfahrungen in einer anderen Kultur zu machen: ein Auslandsaufenthalt während der Schule oder im Studium. "Erasmus plus", das EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport, bietet dazu viele Chancen.

Von: Martin Hardung

Stand: 18.05.2014

Was für frühere Studentengenerationen mit erheblichem bürokratischen und organisatorischen Aufwand verbunden war, ist seit 1987 deutlich einfacher geworden. Seitdem gibt es ERASMUS, das Förderprogramm der EU, das den Aufenthalt an einer Partnerhochschule im Ausland unterstützt.

Im April 2014 legte die EU ein erweitertes Programm bis 2020 auf: ERASMUS Plus. 14,8 Milliarden Euro stellt sie für die nächsten sieben Jahre zur Verfügung, um den interkulturellen Austausch junger Leute aus den 28 EU-Mitgliedstaaten sowie Norwegen, Island, Liechtenstein, Türkei, und Mazedonien zu fördern. Unter dem erweiterten Dach von ERASMUS Plus sind ab jetzt alle Austauschprogramme auf der Ebene von Hochschulen, Sport und Schulen zusammengefasst. Auch Praktika im europäischen Ausland gehören dazu.

Das „Comenius-Programm“ unterstützt als Pendant zum ERASMUS-Hochschulprogramm den internationalen Austausch von Schülern, Lehrern und Partnerschulen. Es soll dazu beitragen, die Bildungssysteme der teilnehmenden Länder zu modernisieren, die Jugendarbeit zu verbessern und bietet Schülern Gelegenheit, Erfahrungen mit Altersgenossen aus anderen Ländern zu machen. Für sie werden interkulturelle Kompetenzen im Berufsleben noch entscheidender werden. Denn mit zunehmender Globalisierung wird es immer selbstverständlicher, nicht nur zeitweise im Ausland zu studieren, sondern auch zu arbeiten.

Wer profitiert bis 2020 von Erasmus Plus?

Zwei Millionen Studierende können mit dem Programm im Ausland studieren oder sich fortbilden, z.B. im Rahmen von 450.000 Praktikumsmöglichkeiten. 650.000 Berufsschüler und Auszubildende, 80.000 Lehrkräfte, 125.000 Schulen, Ausbildungs- und Erwachsenenbildungseinrichtungen aber auch Jugendorganisationen sowie 600 Partnerschaften im Sportbereich werden unterstützt.

Neu ist auch, dass Studierende zukünftig zusätzlich zum Bachelor- auch im Masterstudium ins Ausland gehen können. Mehr als 25.000 Studierende erhalten Stipendien für gemeinsame Masterabschlüsse, wobei sie dabei an mindestens zwei Hochschulen im Ausland studieren müssen.


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