ARD-alpha - Campus Magazin


6

Bewerbung im Netz Was bringen Xing & Co.?

Ohne Xing und Co. geht heute fast nichts mehr bei der Karriereplanung. Denn Personaler und Recruiter durchsuchen immer häufiger die einschlägigen Portale nach jungen Mitarbeitern. Wer die Karrierenetze für sich nutzt, hat klare Vorteile.

Von: Elisabeth Mayer

Stand: 09.04.2015

Xing und Co. sind bei der Karriereplanung auf dem Vormarsch. Für Bewerber haben die Online-Portale den Vorteil, dass sie ihre Qualifikationen für potenzielle Arbeitgeber präsentieren können. Und sie können sich mit Kollegen und Menschen mit ähnlichem beruflichen Background austauschen und sich ein Netzwerk aufbauen.

Im deutschsprachigen Raum läuft immer noch fast alles über die Burda-Tochter Xing. Im angloamerikanischen und internationalen Umfeld ist dagegen LinkedIn die Plattform zum Vernetzen. Sie wird auch in Deutschland immer wichtiger. Wer internationale Kontakte sucht, sollte also den Weg zum Zweit-Profil gehen.

Illustration: Mann macht sich schick | Bild: BR zum Artikel Bewerbung im Netz Die fünf wichtigsten Tipps

Einen gelungenen Auftritt bei Xing und Co. hinzulegen ist gar nicht schwer: Es funktioniert im Prinzip genauso wie bei einer Party: auf die Vorbereitung kommt es an. Wir zeigen euch, wie ihr eine top Online-Präsenz aufbaut, anhand der fünf Schritte zur optimalen Präsenz nach Jobcoach Matthias Greiner. [mehr]

So gemacht hat es auch Cedric Oette, 27. Er hat an der Uni Bayreuth Ingenieurswissenschaften studiert. Heute arbeitet er als Hilfswissenschaftler am Fraunhofer Institut und spezialisiert sich auf "Industrie 4.0" – das gilt als Ingenieursberuf der Zukunft. Kurz vor Studienende hat er sich auf Xing registriert. Und hat längst das Interesse von Firmen geweckt, die ihre Headhunter auf ihn angesetzt haben, zum Beispiel das der Firma Witt-Gruppe in Weiden.

Cedrics Schwester Coralie studiert Sonderpädagogik in Würzburg. Mit Xing oder LinkedIn hat sie noch gar keine Erfahrungen. Sie glaubt, dass es sich für ihr Berufsbild nicht rentiert. Bei ihrem Bruder in Bayreuth hat sie dann JobCoach Matthias Greiner kennengelernt. Er arbeitet als Dozent an der Macromedia Akademie in München. Auch Cedric Oette wurde von ihm beraten.

Tipps vom Karriereberater Matthias Greiner

Post and Pray

Wer mit seinem Studium und seinen Qualifikationen so gut aufgestellt ist, dass er am Arbeitsmarkt sehr begehrt ist, für den gilt ganz einfach: eine Präsenz im Netz aufbauen und darauf warten, dass man gefunden wird. Am besten eine Stellenanzeige schalten und hoffen, dass sich der richtige Arbeitgeber meldet.

Dynamisches Netzwerken

Im Netz so kommunizieren, wie man es im realen Leben tun sollte. Also: Interessante Inhalte teilen, sich in Gruppen einbringen, interessante Kollegen ansprechen – aber auch da nicht übertreiben. Wer aufdringlich ist, alle möglichen Leute anquascht und jedem das Gefühl gibt, dass es ihm nur um die Karriere geht, wird im Betrieb genauso wenig gemocht wie im sozialen Netzwerk. Netzwerken erfordert Aufmerksamkeit, Zeit und Energie. Und zwar nicht erst dann, wenn man seinen Job verliert.


6