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LMU-Präsident Bernd Huber "Die Reputation der LMU ist enorm gestiegen"

Die Finanzspritzen der Exzellenz-Initiative haben der LMU Spitzenforschung auf Weltklasse-Niveau ermöglicht. Der Wettbewerb schürt aber auch Frust bei den Unis, die nicht zum Zuge kommen. Im Campus Magazin sprechen wir darüber mit dem LMU-Präsidenten Bernd Huber.

Stand: 10.11.2014

Er steht an der Spitze der größten Uni Deutschlands: Prof. Dr. Bernd Huber, Präsident der Ludwigs-Maximilians-Universität München. Huber ist überzeugt: Die Exzellenz-Initiative hat den Forschungsstandort Deutschland weltweit wettbewerbsfähiger und attraktiver gemacht – auch für Spitzenforscher aus dem Ausland. Die Förderungen der Exzellenz-Initiative beschränkt sich eigentlich auf den Bereich Forschung – aber auch die Studenten profitieren vom Renommee einer Universität, glaubt Huber:

"In Zukunft wird die Frage, was man studiert, weniger wichtig sein als die Frage, wo man studiert."

Prof. Dr. Bernd Huber, LMU-Präsident

Die LMU wurde unter Huber bereits zweimal für ihr Zukunftskonzept ausgezeichnet. Die zusätzlichen Gelder haben seiner Uni ganz andere Möglichkeiten eröffnet bei der Gestaltung wissenschaftlicher Projekte und der Förderung von Spitzenforschung. Die Schattenseite der Initiative: Ärger und Frust bei manch anderer Uni, die nicht als exzellent bewertet wurde. Das sei der Preis dafür, wenn man einige nationale Unis auf Weltklasse-Niveau heben wolle, sagte Huber in einem Interview mit dem IHK-Magazin.

Dass die LMU international inzwischen viel beachtet ist, legt ein aktuelles Ranking nahe: Anfang Oktober 2014 hat sie es im "World University Ranking" des Times Higher Education Magazine als erste deutsche Uni unter die Top 30 geschafft und zählt damit zu den international renommiertesten Unis. Huber freut sich über die gute Platzierung. Im SZ-Interview warnt er jedoch vor einem "Ranking-Fetischismus": "Die Platzierungen dort sind enorm volatil. Wir sind auch schon mal in einem Jahr um 40 Prozent abgestürzt."


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