ARD-alpha - Campus Magazin


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Ab Wintersemester 2016/2017 Was sich in Gelddingen für Studenten ändert

Mehr BAföG, im Ausland billiger telefonieren und noch vieles mehr: Campus MAGAZIN zeigt, was 2016 in Sachen Geld für Studierende wichtig wird.

Von: Eva Limmer

Stand: 12.12.2016

Scheine | Bild: picture-alliance/dpa

BAföG-Sätze steigen

Darüber dürfte man sich als Student sicher am meisten freuen: Zum Wintersemester 2016/2017 erhalten Studenten, die BAföG beziehen, mehr Geld. Etwa sieben Prozent gibt es zusätzlich. Der Maximalbetrag liegt dann bei 735 Euro pro Monat. Zuletzt hob die Bundesregierung die Sätze 2010 an. Das Bundesbildungsministerium will mit dieser Reform bewirken, dass 110 000 Studenten und Schüler zusätzlich Geld vom BAföG-Amt bekommen. Und noch etwas dürfte den Geldsegen befeuern: Studenten dürfen ab Herbst 450 Euro, statt 400 Euro dazuverdienen, ohne dass sich das negativ auf ihren BAföG-Anspruch auswirkt. Antragstellen lohnt sich also. Alle Neuerungen findet ihr detailliert unter BAföG.

BAföG kann ab August Online beantragt werden.

Studierende, die an Hochschulen in Bayern, Österreich, Lichtenstein und in der Schweiz eingeschrieben sind, können ab August 2016 BAföG über das BayernPortal beantragen. Die Regelung gilt auch für Studierende aus dem Ausland, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Mehr Kindergeld

Zum 1. Januar 2016 wurde das Kindergeld erhöht - aber lediglich um zwei Euro je Kind und Monat. Für das erste und zweite Kind bekommen die Eltern dann 190 Euro, statt wie zuvor 188 Euro. Für das dritte Kind gibt es 196 Euro und für jedes weitere 221 Euro. Wichtig dabei ist, dass ab diesem Jahr die Steuer-Identifikationsnummer des Kindes als auch die des Elternteils, der das Kindergeld erhält, angegeben werden muss.

Krankenkassenbeiträge steigen

Mehr BAföG hat leider auch eine negative Nebenwirkung: Der Beitrag für die gesetzliche studentische Krankenversicherung steigt, weil er direkt an den BAföG-Höchstsatz gekoppelt ist. Beim BAföG werden die Erhöhungen berücksichtigt, es gibt einen entsprechenden Zuschlag. Wer kein BAföG bekommt und nicht mehr über die Eltern mitversichert ist, muss ab dem kommenden Wintersemester 66,33 Euro statt 61,01 Euro bezahlen. Mit Zusatzbetrag, den man als Student noch draufzahlt, kommt man so auf über 80 Euro.

IBAN muss verwendet werden

Bis zum Februar kann man noch ganz normal Kontonummer und Bankleitzahl für Überweisungen und Online-Shopping benutzen. Danach müssen nun auch Privatpersonen die sogenannte 22-stellige IBAN (International Bank Account Number) verwenden. Für Vereine und Unternehmen war das schon längst Pflicht.

Telefonieren im Ausland wird billiger

Surfen und Telefonieren soll Ende April 2016 deutlich günstiger werden. Will man aus dem EU-Ausland nach Deutschland telefonieren, soll das dann höchstens 5 Cent zusätzlich zum deutschen Preis (bisher 19 Cent pro Minute) kosten. Auch Surfen im EU-Ausland wird billiger: Statt 20 Cent pro Megabyte Daten, sollen nur noch 5 Cent abgerechnet werden (alles jeweils zzgl. Mehrwertsteuer).

Briefe werden teurer

Wer noch Briefe schreibt, muss auch mit mehr Kosten rechnen. Das Porto für den Standardbrief ist von 62 Cent auf 70 Cent gestiegen.

Ein Maxibrief kostet nun 2,60 Euro statt 2,40 Euro. Alle weiteren Preise erfahrt ihr direkt bei der  Deutschen Post.

Mitfahrzentrale BlaBlaCar will Gebühren verlangen

Die Mitfahrzentrale BlaBlaCar will dieses Jahr ein Online-Bezahlsystem und Gebühren einführen. Die Gebühren sind dann abhängig von der Länge der Strecke. Auf einer durchschnittlichen Langstrecke - etwa von Hamburg nach Köln - sollen Mitfahrer zwischen zwei und drei Euro an BlaBlaCar zahlen. Das Online-Bezahlsystem soll zunächst aber nur auf ausgewählten Strecken verfügbar sein. Mitfahrer können per Kreditkarte oder über den Bezahldienst Paypal zahlen. Erst wenn die Umstellung der gesamten Mitfahrzentrale auf das Online-Bezahlsystem erfolgt ist, sollen auch Gebühren erhoben werden - voraussichtlich im Laufe des nächsten Jahres. Ähnlich ist es auch bei dem Portal Mitfahrgelegenheit.de. Kostenlose Alternativen sind bislang noch Drivemee.de, Bessermitfahren.de oder Fahrgemeinschaft.de.

Bahn-Preise bleiben gleich

Eine Erwähnung wert ist zumindest, dass es keine Preiserhöhungen im Fernverkehr bei der Deutschen Bahn gibt.

Preise für Spartickets und BahnCards bleiben gleich. Unter Deutsche Bahn bekommt ihr alle Infos zu Schnäppchen.


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