ARD-alpha - Campus Magazin


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Test Apps für den perfekten Start ins Semester

Leben, lernen und sich organisieren – Apps fürs Smartphone versprechen, den Uni-Alltag besser zu machen. TUM-Studentin Rebekka hat für uns sechs kostenlose Apps getestet.

Von: Lukas Hellbrügge

Stand: 12.10.2017

1. Too Good To Go – Günstiger Snack per App?

Die Macher der App haben der Lebensmittelverschwendung den Kampf angesagt: Per App kommen hungrige Studierende günstig an Essen vom Vortag. Für zwei bis vier Euro bieten Restaurants und Cafés das an, was wohl sonst im Müll landen würde. Die Überraschungs-Pakete werden direkt in der App bestellt und bezahlt. Die meisten Anbieter bieten die Abholung zum Ladenschluss an, es gibt aber auch Termine am Mittag. Wichtig ist die Voranmeldung – denn der Vorrat ist meist begrenzt. In unserem Test funktioniert die Bestellung und die Abholung problemlos: Für 3,90 Euro gibt es ein Sandwich, eine Suppe zum selbst Warmmachen und ein süßes Teilchen. Nachteil: Die App ist darauf angewiesen, dass viele Restaurants mitmachen. In kleineren Uni-Städten kann das Angebot kleiner oder erst gar nicht vorhanden sein.

Too Good To Go – für Android und iPhone, kostenlos, toogoodtogo.de

2. CamScanner – Handy-Foto statt Kopierer?

Die App macht aus dem Smartphone einen Scanner. Mit der Kamera werden Buchseiten oder Dokumente abfotografiert, die App entfernt anschließend überflüssige Ränder und schraubt den Kontrast hoch. Der Text ist dadurch besonders gut les- und auch druckbar. Im Test überzeugt die App durch einfache Bedienung. Der manuelle Zuschnitt der Seitenränder kann aber auf dem kleinen Display etwas mühselig werden. Die Bezahlversion der App ist mit rund fünf Euro pro Monat nicht günstig – bietet aber zusätzliche Funktionen wie mehr Cloud-Speicher und eine Bild-zu-Texterkennung.

CamScanner – für Android, iPhone und Windows Phone 8, camscanner.com

3. Buffl – Besser lernen mit digitalen Karteikarten?

Karteikarten gehören zu den Standardtools im Studium. Buffl ist eine von zahlreichen Karteikarten-Apps, die das Lernen digital einfacher machen sollen. Im ersten Schritt wird in der App erstmal ein virtueller Kartenstapel angelegt. Auf die Vorderseite kommt – wie bei der analogen Karteikarte – eine Frage oder ein Begriff, der auf der virtuellen Rückseite dann erklärt wird. Neben Text kann dort auch ein Foto – zum Beispiel ein Abschnitt aus einem Buch – stehen. Die Abfrage folgt dem Tinder-Prinzip: Für die richtige Antwort wird nach rechts gewischt, war sie falsch, geht’s nach links – soll die Karte auf dem zu lernenden Stapel bleiben, also nach links wischen. Richtig beantwortete Karten landen anschließend eine Stapel weiter – dort kann dann fürs Langzeitgedächtnis trainiert werden. Im Test zeigt sich, dass die App nicht vollkommen intuitiv gestaltet ist – es braucht ein paar Anläufe, das Anlegen der Karten zu verstehen. Das Lernen klappt aber anschließend problemlos. Tipp: Die Karten lassen sich auch am Computer erstellen und anschließend via Cloud aufs Smartphone übertragen.

Buffl – für iPhone, http://buffl.co.

Eine gute Alternative für Android und Windows Phone 8 gibt es mit der AnkiApp www.ankiapp.com

4. Daily Budget – die eigenen Finanzen im Blick?

Mit der App werden die eigenen Einnahmen und Ausgaben erfasst. Frei verfügbares Geld wird in der App als „Daily Budget“ angezeigt, das Budget schmälert sich mit jeder eingetragenen Ausgabe. Wird das Tagesbudget nicht voll ausgeschöpft, hat man am Tag drauf etwas mehr zur Verfügung, landet man im Minus, hat man am nächsten Tag weniger zur Verfügung. Im Test funktioniert die App problemlos, auch das Eintragen von Ausgaben geht so fix, dass es sich gut in den Alltag integrieren lässt. Wer aber mehr als vier Standard-Kategorien braucht oder etwa einen PIN-Schutz will, muss für die Vollversion zahlen.

Daily Budget – für iPhone, Android (Beta-Version), dailybudget.de

5. Mindly – Smartes Mindmapping?

Viele Studis lernen und brainstormen mit Mindmaps. Die App Mindly übersetzt das analoge Prinzip ins Digitale – und erinnert dabei an ein Planetensystem. Um die Oberpunkte kreisen Unterpunkte wie kleine Planeten, per Fingerzeig hüpft man von Ebene zu Ebene. Im Test sorgt das für Spaß beim Lernen. Die Möglichkeit, Fotos in die Mindmap einzubinden, ist eine gute Ergänzung.

Mindly – für iPhone und Android, mindlyapp.com

6. Stundenplan – Alle Uni-Termine in einer App?

Während viele der großen Unis meist Online-Kalender anbieten, die sich oft sogar direkt in den Kalender vom Smartphone exportieren lassen, müssen sich Studis an kleineren Unis oft selbst organisieren. Hier hilft die App Stundenplan (im AppStore zu finden als „Weekly Timetable“). In der App lassen sich Räume, Dozierende und Kurse anlegen – all das klappt im Test problemlos.

Stundenplan (Weekly Timetable) – für iPhone. 

Eine Alternative für Android gibt es mit der App TimeTable++ oder der Stundenplan von Jonas Häusler.


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