ARD-alpha - Campus TALKS


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Prof. Dr. Heinz Oberhummer Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Die Antwort der Naturwissenschaften

Gibt es nur unser Universum oder unendlich viele andere? Die fortgeschrittensten physikalischen Theorien gehen von einem „Multiversum“ aus.

Stand: 06.07.2015

Die kosmologische Feinabstimmung des Universums bedeutet, dass unser Universum durch die Werte von grundlegenden physikalischen Größen Leben erst ermöglicht. Diese Größen beziehen sich zum Beispiel auf die Stärke von Kräften oder die Häufigkeit von Materie und Antimaterie im Universum. Der für das Leben unbedingt notwendige Kohlenstoff ist in den Sternen erzeugt worden. Rechnungen zeigen, dass wenn die starke Kraft um weniger als ein Prozent geringer wäre, bedeutend weniger Kohlenstoff in Sternen erzeugt würde und damit auch Leben im Universum sehr unwahrscheinlich wäre. Eine Erklärung für diese kosmologische  Feinabstimmung ist das überwältigende Konzept des Multiversums, das heißt, dass es nicht nur unser eigenes Universum, sondern unendlich viele Universen gibt. Ein solches Multiversum wird auch von den fortgeschrittensten Theorien (M-Theorie) voraus gesagt.

VITA:

Prof. em. Heinz Oberhummer

Heinz Oberhummer, geboren am 19. Mai 1941, gestorben am 23. November 2015, studierte Physik an den Universitäten Graz und München. Er war Universitätsprofessor an der Technischen Universität Wien und Autor von über 160 wissenschaftlichen Publikationen und mehreren wissenschaftlichen Büchern. Seine Hauptforschungsgebiete waren Kernphysik, Astrophysik, Kosmologie und  Didaktik. Heinz Oberhummer war Gründer und Mitwirkender des Wissenschaftskabaretts „Science Busters“: Die Science Busters treten in Österreich, Deutschland und der Schweiz auf, sind im TV zu sehen und in Wissenschaftskolumnen (Radio FM4) zu hören.


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