ARD-alpha - Campus DISKURS

Wozu brauchen wir heute noch Latein?

Prof. Dr. Wilfried Stroh Wozu brauchen wir heute noch Latein?

Stand: 01.09.2016

Latein ist tot – es lebe Latein! So heißt sein 2007 erschienenes Buch, das zum Bestseller wurde. In Wilfried Strohs Vorlesungen wird Latein nicht nur gelesen, sondern auch gesprochen. Der Altphilologe ist ein Überzeugungstäter.

Themen des Gesprächs 1. Teil

  • Wozu brauchen wir heute noch Latein?
  • Ist die Anforderung des Latinums für Lehramtsstudenten noch zeitgemäß?
  • Müsste im Zeitalter der Globalisierung nicht technischen und ökomischen Fächern mehr Raum eingeräumt werden?

Themen des Gesprächs 2. Teil

  • Warum gilt Latein als eine „tote Sprache“ und seit wann?
  • Was ist eigentlich „Küchenlatein“?
  • Wie hat der Lateinunterricht am Gymnasium die Bildungsreformen überstanden?

Themen des Gesprächs 3. Teil

  • Wieviel Wortschatz benötigt man, um lateinische Literatur begreifen zu können?
  • Prägt Latein den Denkstil?
  • Was gibt es für Klassische Philologen noch wissenschaftlich zu erforschen?

Bei mehreren Generationen von Studenten hat Wilfried Stroh die Begeisterung für Latein geweckt. Nicht nur in seinen Vorlesungen und Kursen – auch in dem von ihm initiierten „Ludi Latini“ wird Lateinisch gesprochen – und sogar gesungen. Der 1939 in Stuttgart geborene Sohn eines evangelischen Pfarrers studierte in Tübingen, Wien und München Klassische Philologie. Seine Dissertation beschäftigt sich mit der römischen Liebeselegie, seine Habilitation mit den Gerichtsreden Ciceros. Nach einigen Jahren in Heidelberg übernahm er 1976 einen Lehrstuhl an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität, wo er bis zu seiner Emeritierung 2005 lehrte.