ARD-alpha - Campus DISKURS

Warum ist uns der Osten so fremd?

Prof. Dr. Martin Schulze Wessel Warum ist uns der Osten so fremd?

Stand: 01.12.2017

Jahrzehnte teilte der Eiserne Vorhang Europa. Aus westlicher Perspektive war alles, was jenseits der Mauer lag, „der Osten“. Doch auch seit dem Ende des Kalten Krieges sind sich Osten und Westen in vielen Bereichen bis heute fremd geblieben.

In den letzten Jahren alarmierten nicht nur die russische Aggression auf der Krim und in der Ukraine die NATO und die EU. Auch in mehreren EU-Staaten, die früher dem Warschauer Pakt angehören, tut sich Irritierendes. So werden in Tschechien, Polen und Ungarn populistische Kräfte immer mächtiger. Ein neuer Nationalismus erstickt viele Errungenschaften dieser jungen Demokratien.
Im Gespräch mit Martin Posselt geht es unter anderem um folgende Fragen:

Themen des Gesprächs 1. Teil

  • Wie definiert die Forschung Osteuropa?
  • Hat der Osten Europas eine besondere Geschichte der Gewalt?
  • Was führte zur Renaissance des Begriffs Mitteleuropa?

Themen des Gesprächs 2. Teil

  • In welchem Spannungsverhältnis stehen Nationalstaat und Imperium in Osteuropa?
  • Welche Wurzeln hat der neue Nationalismus in Ungarn und Polen?
  • Welche Probleme verursacht die Auswanderung in Osteuropa?

Themen des Gesprächs 3. Teil

  • Wie entwickelte sich die Osteuropa-Forschung in Deutschland?
  • Hat Russland die Aufklärung verpasst?
  • Welche Perspektiven hat die Demokratie in Osteuropa?

Martin Schulze Wessel ist Professor für die Geschichte Ost- und Südosteuropas an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität. Er leitet die Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien, eine gemeinsame Einrichtung der Universitäten München und Regensburg. Zu Schulze Wessels Forschungsschwerpunkten gehören Religionsgeschichte und Gesellschaftsgeschichte.