ARD-alpha - Campus Cinema


5

Kurzspielfilm AMOKLOVE von Julia C. Kaiser

AMOKLOVE beschreibt den magischen Moment zwischen Fabian und Marie, die sich in der U-Bahn sehen und sofort verlieben, ohne zunächst wirklich in Kontakt zu kommen, weil sie aussteigen muss. Alles vorbei? Nein! Fabian kämpft. 

Von: Christian Wurzer

Stand: 21.09.2016

AMOKLOVE ist eine lyrische Liebeserklärung im Sekundentakt. In der U-Bahn begegnen sich Fabian und Marie – zufällig. Was folgt ist für beide eine atemlose Achterbahnfahrt der Emotionen. Fabian kämpft um seine Liebe und läuft Marie nach, nachdem sie aussteigen musste. Er trifft Marie wieder und wieder. Doch zwischen dem Verliebtsein und der tatsächlichen Aussprache der Gefühle stehen die Unsicherheit und die Schüchternheit der beiden. 

"AMOKLOVE ist eine Liebeserklärung im Moment einer Herzklappenpause"

Julia C. Kaiser 


Die Regisseurin Julia C. Kaiser versteht es, sich den Figuren und ihren Begegnungen auf eine ungewöhnliche Weise zu nähern. Wie ein rasantes Liebesgedicht erzählt ihr Protagonist Fabian atemlos von den gemeinsamen Erlebnissen, den besuchten Orten, von Momenten voll verpasster Chancen und intensiven Gefühlen. Die Geschichte ist gedreht in flirrenden Sommerbildern, unterlegt sind die schnell geschnittenen Bildsequenzen mit einer gleichsam die Zeit antreibenden Musik. In AMOKLOVE spürtJulia Cornelia Kaiser mit viel Einfühlungsvermögen den chaotischen Gefühlsregungen einer zunächst flüchtig anmutenden, jungen Liebe nach. Ein visuell reizvoller, poetischer Filmgenuss.

"Was mich an einer Liebeserklärung, oder an einer Liebe interessiert ist, wenn  sie nicht reibungslos funktioniert. Ich finde, die Probleme fangen dann immer erst an, wenn  die Liebe dazukommt. Anders als in vielen Geschichten, wo die Liebe dann immer die Lösung von allem darstellt. Ich nehme das im Leben so wahr, dass die Probleme dann erst anfangen, also mit einer Liebeserklärung. Und in dem Fall ist sie rasend schnell, geschieht sozusagen in einer Herzklappenpause."

Julia C. Kaiser

Die Drehbuchautorin und Regisseurin

Julia Cornelia Kaiser wurde 1983 in München geboren. Von 2006 bis 2012 studierte sie an der Filmakademie Baden-Württemberg im Schwerpunkt Drehbuch. 2012 schloß sie ihr Studium mit dem Langfilmdrehbuch "Jesus Rocks" ab." 2015 legte sie ihren ersten langen Film vor: Das Floß. Ein Film über homo- und heterosexuelle Liebe. Julia Cornelia Kaiser lebt und arbeitet in Berlin.

Filmographie

Der letzte Rest. (Kurzspielfilm, 2008) (Buch) 
Amoklove (Kurzspielfilm, 2009) (Buch, Regie)
Live Stream (Spielfil, 2010) (Buch)
Die Welt danach (Kurzfilm, 2012) (Buch)
Das Floß! (2015) (Regie, Buch, Produzent/in)
Undercover küsst man nicht (Spielfilm 2016) (Buch)

Auszeichnungen für AMOKLOVE:

International Shortfilmfestival Shnit Bern (2009): Best German Short
31. Biberacher Filmfestspiele (2009): Kurzfilmbiber für den besten Kurz-Spielfilm




5