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Slavistik und Osteuropastudien Vielfältiges Studium an der LMU München

Serbisch, Kroatisch, Tschechisch, Polnisch, Slovakisch, Russisch oder Ukrainisch - alle diese Sprachen kannst Du als Slavistik-Student in München lernen. Im Studium an der Ludwig-Maximilians-Universität geht es aber auch um Literatur und Kultur.

Von: Sebastian Hanisch

Stand: 25.04.2013

Studierst Du am Institut für Slavische Philologie der LMU, lernst Du mindestens eine slavische Sprache intensiv. Du kannst dann wählen zwischen süd-, west- oder ostslavischen Sprachen. Die slavischen gehören zu den indogermanischen Sprachen. Für mehrere hundert Millionen Menschen ist eine slavische Sprache Muttersprache.

In den Sprachkursen geht es oft darum, den Studierenden möglichst schnell Sprechkompetenz zu vermitteln. Sie sollen die Sprachen aktiv anwenden können. Aber natürlich dreht es sich an der LMU nicht nur ums Sprachenlernen, sondern auch um die wissenschaftliche Erforschung der slavischen Sprachen, auch in älteren Formen.

Auch Comics sind von wissenschaftlichem Interesse.

Du lernst hier auch, Dich wissenschaftlich mit slavischer Literatur zu beschäftigen. Dabei liegt das Augenmerk natürlich auch auf Klassikern, wie Tolstoi oder etwa Henryk Sienkiewicz, dem ersten polnischen Literaturnobelpreisträger. Aber nicht nur: Ein Beispiel sind so genannte Graphic Novels, also Literatur in Comicform. Dozentin Meike Fischer beschäftigt sich zum Beispiel intensiv mit dieser spannenden Form der Literatur.

Slavistik-Studentin Marina Faßler in der Bibliothek der LMU | Bild: BR

Marina Faßler beschäftigt sich in ihrem Slavistik-Studium mit einer Kultur, die ihr sehr vertraut ist.

Am Institut treffen wir Studentin Marina Faßler. Sie studiert im 5. Semester Slavistik als Bachelor und beschäftigt sich besonders mit Literatur. Wie eine ganze Reihe ihrer Kommilitoninnen und Kommilitonen hat sie einen slavischen Sprachhintergrund. Ihre Mutter kommt aus Montenegro. Das Studium hat daher für sie eine besondere Bedeutung. Sie beschäftigt sich auf diese Weise aus der Warte eines deutschen Hochschulstudiums mit einer Kultur, die ihr sehr vertraut ist. Sie empfindet das wie einen "Brückenschlag" zwischen den beiden Kulturen, die sie geprägt haben, erzählt sie uns.

Ukrainisch-Kurs

Auch Anna Marecka ist hier am Institut eingeschrieben. Sie ist begeistert von ihrem Slavistik-Studium – und zwar nicht nur wegen der großen Themenvielfalt. Sie schätzt besonders die gute Betreuungssituation am Slavistik-Institut: Obwohl sie in München an einer der größten Unis Deutschlands studiert, fühlt sie sich überhaupt nicht wie an einer Massen-Uni. Grund sind die oft kleinen Seminare, die einen intensiven Austausch zwischen den Studierenden und den Dozenten erlauben.

Slavistik kannst Du an der LMU in einem Bachelor- und seit neuestem auch in einem Master-Studiengang belegen. Viele Studierende kombinieren auch ein Hauptfach aus einer völlig anderen Studienrichtung mit einem slavistischen Nebenfach. Es ist allerdings auch möglich, Slavistik im Rahmen eines ganz besonderen Studiengangs zu studieren: im Elitestudiengang Osteuropastudien. Wer hier aufgenommen wird, beschäftigt sich mit Osteuropa aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Dazu kann als Hauptfach zum Beispiel Jura, Geschichte oder eben Slavistik gewählt werden. In Projektseminaren arbeiten die Teilnehmer des Elitestudienganges dann intensiv interdisziplinär zusammen.

Die Universität München bietet Dir, wie kaum eine andere Hochschule, eine enorme Bandbreite an Themen und Sprachen, mit denen Du Dich im Slavistik-Studium beschäftigen kannst. Und Du kannst von einer sehr guten Betreuungssituation profitieren. Das sind nur zwei Argumente für ein Studium am Institut der Slavischen Philologie an der LMU.


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