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Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt Deutsch-Didaktik

Deutschlehrerausbildung mal ganz anders: Mit Theaterworkshops und interkulturellen Didaktik-Seminaren bereitet die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt Lehramtsstudierende auf ihren Schulalltag vor.

Von: Christian Wurzer

Stand: 23.01.2014

Im Rahmen eines Blockseminars in Kooperation mit dem Jungen Theater Ingolstadt lernen Lehramtsstudierende des Fachs Deutschdidaktik, stärkere Präsenz im Unterricht zu entwickeln - wie ein Schauspieler vor seinem Publikum. Indem sie Texte der Schriftstellerin Marieluise Fleißer sprechen bzw. spielen, üben sie, wie sie ihre Zuhörer - und später ihre Schüler - gezielter ansprechen und für ihr Fach interessieren können. Ein Projekt aus Anlass des 40. Todestags der in Ingolstadt geborenen und verstorbenen Schriftstellerin: Mit Methoden des Schauspiels und der Rezitation literarischer Texte lernen die Lehramtsstudierenden an der Universität Eichstätt-Ingolstadt auch später eigene Theaterprojekte an Schulen durchzuführen.

Und im Seminar „Interkulturelle Didaktik“ werden die Studierenden mit ungewöhnlichen Mitteln dafür sensibilisiert, was es bedeutet, in einer fremden Kultur zu leben und zu unterrichten. Dazu bilden sie Gruppen zum Kartenspielen. Was die Studenten nicht wissen: An jedem Tisch gelten andere Regeln für das Spiel. Das wissen sie aber nicht, denn Sprechen ist nicht erlaubt. Nach zwei Runden wechseln je zwei Spielerinnen ihren Platz. Das Kartenspiel beginnt von neuem. Und jetzt merken die Studierenden, dass etwas anders ist – wie in einem fremden Land, wenn andere kulturelle Gepflogenheiten gelten und man eine Weile braucht, bis man versteht, welche Regeln beim Zusammenleben zählen.


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