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Deutschlands Forschung Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung

Welchen Einfluss hat und hatte das Klima auf die Evolution und Entwicklung der Arten, heute, in Zukunft und vor vielen Millionen Jahren? An der Senckenberg Gesellschaft in Frankfurt erforschen Wissenschaftler die biologische Vielfalt.

Stand: 12.05.2017

Mitten im Zentrum der Stadt liegt der Hauptsitz der Senkenberg Gesellschaft für Naturforschung, die noch neun weitere Standorte in Deutschland hat. In Frankfurt steht auch das Senckenberg Naturkundemuseum mit einer der bedeutendsten naturhistorischen Sammlungen Europas. Hier sind unter anderem die weltberühmten Fossilien aus der ehemaligen Grube Messel ausgestellt, einer Ausgrabungsstätte nahe Frankfurt, die die Senckenberg Gesellschaft betreibt. Fossilien in einem einzigartigen Erhaltungszustand – Wirbeltiere, Pflanzen und Insekten – geben den Wissenschaftlern Einblick in ein ganzes Ökosystem: die Flora und Fauna des Eozäns vor 50 Millionen Jahren.

In der Abteilung für Paläoanthropologie und Messelforschung werden die Fossilien analysiert, verglichen mit Fossilien anderer Fundstätten und mit heute noch lebenden Artverwandten. Wenn die Wissenschaftler sie genau bestimmt haben, können sie Rückschlüsse ziehen: über die Verbreitung und die Evolution der Arten und über die klimatischen Bedingungen vor 50 Millionen Jahren. Die müssen tropisch gewesen sein, denn unter den Tieren aus Messel sind auch Krokodile, Eidechsen und große Schlangen.

Die fossilen Funde nutzen die Wissenschaftler der Senckenberg Gesellschaft auch, um Klima- und Vegetationsmodelle zu testen. Stimmen die Modelle, die man mit den fossilen Daten abgleichen kann, für die Vergangenheit, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch Zukunftsprognosen zutreffen. Mit den Folgen des aktuellen Klimawandels auf die biologische Vielfalt, befassen sich die Wissenschaftler am Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum in Frankfurt.

Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung
Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft

Standorte: Frankfurt am Main, Dresden, Gelnhausen,  Görlitz, Hamburg, Messel , Münchberg, Tübingen, Weimar, Wilhelmshaven
Mitarbeiter: 750
Forschungsschwerpunkte:
Biodiversitäts- und Evolutionsforschung
Ökosystemforschung
Erforschung des Systems Erde-Mensch


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