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Wissenschaftstage 2014 Mit „virtuellem Skalpell“ den Krebs besiegen

Bestrahlungen mit äußerster Präzision: Das ermöglicht die Verschmelzung von Robotertechnologie mit einem Photonen-Strahler: das „Cyberknife“.

Stand: 05.08.2015

Das „Cyberknife“ wird zur radiochirurgischen Behandlung von Tumoren im Bereich des gesamten Körpers eingesetzt. Unterstützt wird das System durch einen Roboter, der ursprünglich in den Fertigungsstraßen der Automobilhersteller seinen Platz hatte. Der Roboterarm erlaubt maximale Beweglichkeit und ermöglicht bis zu 3.000 verschiedene Einstrahlrichtungen, was einer gewebeschonenden Behandlung entgegen kommt. Die Bestrahlungseinheit besteht aus einem Photonenstrahler, der an den Roboterarm gekoppelt ist. Die hochenergetische Photonenstrahlung tötet Tumorzellen ab. Die „Cyberknife“-Technologie steuert dabei die Bestrahlung so, dass die für Krebszellen tödliche Dosis nur im Tumor erreicht wird. Das umliegende gesunde Gewebe wird maximal geschont. Durch ein spezielles Bildführungssystem können auch solche Tumore sehr präzise behandelt werden, die sich durch die natürliche Bewegung der Atmung verschieben.

Der Radio- und Neurochirurg Prof. Dr. Alexander Muacevic ist Präsident der internationalen Cyberknife Society und leitet das Europäisches Cyberknife Zentrum München-Großhadern.

Die Sendereihe "Münchner Wissenschaftstage 2014"

Wohin geht unsere digitale Reise? Einblicke in die neuesten digitalen Technologien und ihre Auswirkungen auf Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft gaben die Münchner Wissenschaftstage 2014. Bei dieser Vortragsreihe referieren Wissenschaftler über die Veränderungen durch das Internet und die Digitalisierung in allen Bereichen der Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Dabei werden auch künftige Entwicklungen aufgezeigt.


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