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Energiesysteme der Zukunft Rohstoffe aus dem Meer

Für neue Energietechnologien wie Stromspeicher werden große Mengen an Metallen benötigt. Lässt sich die Versorgung mit metallischen Rohstoffen längerfristig durch Meeresbergbau sichern?

Von: Anette Kolb

Stand: 05.03.2016

Die Nachfrage nach Metallen auf dem Weltmarkt steigt ständig und das Angebot ist politischen Einflüssen unterworfen. Deshalb haben rohstoffarme Länder wie Deutschland im indischen und pazifischen Ozean Lizenzen erworben, um die begehrten Erze vielleicht in mehreren tausend Metern Tiefe auf dem Meeresgrund zu fördern. Allerdings ist der Meeresbergbau nicht nur teuer und technisch extrem aufwändig – es müssen auch Umweltstandards entwickelt werden, um die Ökosysteme der Tiefsee nicht zu gefährden.

Gliederung des Vortrags

  • Metallische Rohstoffe im Meer
  • Schwermineralsande
  • Kobaltkrusten
  • Manganknollen: Lizenzgebiete und Abbaumethoden
  • Massivsulfide
  • Abbautechnologien und Umweltverträglichkeit

Der Geowissenschaftler Peter M. Herzig ist Professor für Meeresgeologie an der Universität Kiel und Direktor des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung. Im Akademienprojekt „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS)leitet er die Arbeitsgruppe „Ressourcen“.

Zur Sendereihe:

Wie bleibt die Energieversorgung in Deutschland auch in Zeiten der Energiewende gesichert? Mit unterschiedlichen Aspekten dieser Frage beschäftigten sich Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik 2015 auf der Jahresveranstaltung des Akademienprojekts „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) – eine gemeinsame Initiative der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften acatec und der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften.


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