ARD-alpha

alpha-Österreich: treffpunkt.medizin

Donnerstag, 05.10.2017
23:00 bis 23:45 Uhr

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ARD-alpha
2017

Als Geburtsstunde für die Entschlüsselung des genetischen Codes wird in der Wissenschaft gerne der 27. Mai 1961, 3 Uhr - Ortszeit amerikanische Ostküste - gehandelt. Im Labor des späteren Nobelpreisträgers Marshall Warren Nirenberg in Maryland gelang dem deutschen Biochemiker Heinrich Matthaei der entscheidende Durchbruch: Das sogenannte Poly-U-Experiment war der Startschuss für die erste Identifizierung einer genetischen Codierungseinheit. Der genetische Code steht seither nicht nur im Zentrum der Molekularbiologie, sondern verbindet ebenso die Evolution des Lebens mit aktuellen Ansätzen der synthetischen Biologie. Im Vordergrund stehen dabei die Optimierung des menschlichen Organismus und die Frage, wie wir unseren Körper im Kampf gegen gegen Krankheiten optimieren können. Dabei flammt auch immer wieder die Diskussion um sogenannte "Designerbabies" auf, quasi der Mensch mit Eigenschaften nach Bestellung. Bemerkenswert ist, dass der genetische Code im Prinzip bis auf wenige Ausnahmen für alle Lebewesen gleich ist, alle Lebewesen sich also der gleichen "genetischen Sprache" bedienen, die sich unterschiedlich "ausdrückt". Ein geklontes Schaf namens Dolly und mehr als ein halbes Jahrhundert später sind genetisch veränderte Tiere und Pflanzen fast schon Normalität geworden. Und wo steht der Mensch in dieser Entwicklung? In den Laboren der Wissenschaft gibt die Forschung das Tempo vor und die Gesellschaft bleibt derweilen in der Diskussion um die rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen stecken. Denn längst sollte hier eine Wechselwirkung stattfinden. Weder Wissenschaftsfeindlichkeit noch Technikgläubigkeit sind hier die idealen Ratgeber. Überlisten wir also bald die Evolution und als einzige Frage bleibt: Wie wird das Spiel mit den Genen unsere Zukunft verändern? treffpunkt medizin hat bei internationalen Wissenschaftern und Autoren nachgefragt. Zukunftsweisendes ist zu hören von: Dr. Jürgen Knoblich, deutscher Molekularbiologe; Dr. Markus Hengstschläger, Genetiker im Vorsitz der österr. Bioethikkommisssion; Dr. Giulio Superti-Furga, italienischer Molekular- und Systembiologe, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Europäischen Forschungsrats, Marc Elsberg, Science-Fiction Autor, Dr. Thomas Macho, Kulturhistoriker, Dr. Barbara Painsack, Politikwissenschafterin und Bioethikerin, Kings College, London.

Redaktion: Eva Maria Steimle

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