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Kunstraum Ben Goossens: Aller Anfang ist leer

Der Bildhauer Ben Goossens thematisiert in seinen Arbeiten die Leere von Räumen. In minutiöser Kleinarbeit und mit einer Leidenschaft zur Perfektion realisiert er seine Motive, die er dann fotografiert oder abfilmt. | Bild: Honorarfrei lediglich für Ankündigungen und Veröffentlichungen im Zusammenhang mit obiger BR-Sendung bei Nennung: "Bild: BR". Nutzung im Social Media-Bereich sowie inhaltlich andere Verwendungen nur nach vorheriger schriftlicher Vereinbarung mit dem BR-Bildmanagement, Tel. 089 / 5900 10580, Fax 089 / 5900 10585, Mail Bildmanagement@br.de

Mittwoch, 28.06.2017
21:45 bis 22:00 Uhr

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Der Bildhauer Ben Goossens thematisiert in seinen Arbeiten die Leere von Räumen. „Seit langem habe ich die Faszination, in alten Gebäuden rumzusteigen, speziell in Bunkeranlagen oder ausgedienten industriellen Anlagen. Die Räume, die ich fotografiere und filme, sind allerdings keine realen Räume, sondern ich baue diese nach“. In minutiöser Kleinarbeit und mit einer Leidenschaft zur Perfektion realisiert Ben Goossens seine Motive, die er dann fotografiert oder abfilmt. „Ich habe manchmal Träume, in denen ich mich in Räumen befinde, wo ich nicht mehr rauskomme oder nicht dahin komme, wo ich hin soll“. Die großformatigen schwarz-weiss-Arbeiten werden als Diapositiv von hinten her differenziert beleuchtet. So ergibt sich ein weit höherer Kontrastumfang, der die beabsichtigte Wirkung erzeugt.
Einen Schritt weiter geht Goossens mit der Installation „Ebene 160“. Der quadratische Kubus enthält in 160 cm Höhe einen Schlitz, der aus rundum verspiegeltem Glas besteht, sodass ein unendlicher Gang auf allen vier Seiten entsteht. Wenn die Umgebung der Skulptur ganz abgedunkelt ist, spielt sich in diesem virtuellen Raum eine programmierte Lichtkomposition ab, wobei der Raum ausschließlich durch Licht entsteht. Mit Hilfe einer Matrix werden die Lichtquellen kontinuierlich verändert, der Raum entwickelt sich unmerklich, die Lichtschwankungen verändern das Blickfeld. „Wenn ich in die Skulptur reinschaue, überkommt mich ein Gefühl von Verlorenheit und Traurigkeit. Die Leere spielt in allen meinen Arbeiten eine zentrale Rolle.“
Ein Meisterwerk der Raum-Inszenierung ist die Arbeit „lucid liquid“: Eine Raum-im-Raum-Installation, bei der die Technik der Bildprojektion und des sound-designs von Rupert Jaud in Verbindung mit gebauter Innenarchitektur ein Gefühl von Wirklichkeit, das weit über die Erfahrungen konventioneller Projektion hinausgeht, herstellt.

Redaktion: Eva Maria Steimle

Von der Idee zum Kunstwerk ist es nicht immer ein leichter Weg - Kunstraum macht diesen Weg transparenter. Die Sendereihe vermittelt die Visionen, Emotionen und Gedanken von Künstlern.

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