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Kunstraum Kunst mit Klos

Von der Idee zum Kunstwerk ist es nicht immer ein leichter Weg - Kunstraum macht diesen Weg transparenter. Die Sendereihe vermittelt die Visionen, Emotionen und Gedanken von Künstlern. | Bild: Honorarfrei lediglich für Ankündigungen und Veröffentlichungen im Zusammenhang mit obiger BR-Sendung bei Nennung: "Bild: BR". Nutzung im Social Media-Bereich sowie inhaltlich andere Verwendungen nur nach vorheriger schriftlicher Vereinbarung mit dem BR-Bildmanagement, Tel. 089 / 5900 10580, Fax 089 / 5900 10585, Mail Bildmanagement@br.de

Nacht auf Samstag, 20.05.2017
03:55 bis 04:10 Uhr

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Das Projekt „Kunst mit Klos“, ein Gemeinschaftsprojekt mehrerer Künstlerinnen und Künstler, fand in München in der Zeit vom 12. bis 17. Mai 2014 statt. Die Idee bestand darin, mobile Toiletten als Kunstwerke auszustellen oder als Ausstellungsorte zu benutzen. An verschiedenen Standorten innerhalb der alten Stadtmauern Münchens arbeiteten die Künstler verschiedene Ideen und Konzepte aus.

Funda Gül Özcan ließ sich von der hochpreisigen Shopping-Kultur einer Einkaufspassage beeinflussen. Sie beschloss, die mobile Toilette „aufzupimpen“ durch Überzug mit Kunstleder und edler Lackierung und verpasste ihrem Kunstwerk durch ein eigens entworfenes „KLO“-Logo den Eindruck einen „Edel-Toilette“. Die Passanten waren begeistert.

Jeong-Lin Lim und Kati Liebert versuchten vergeblich, die Toilette in ein Stadttor zu verwandeln und scheiterten unter anderem auch an behördlichen Auflagen. So entstand die Idee, eine Toilette als Baustelle zu „tarnen“, auf dass der Unterschied von Kunstwerk zu Bauwerk verschwinde.

Maximilian Schmölz realisierte eine destruktive Variante: Er zerschnitt die Toilette in postkartengroße Teile und verschickte diese an Freunde und Bekannte.

Klaus von Gaffron schließlich wählte eine performative Ausdrucksform und ließ sich von Kurator Mehmet Dayi einen Leiterwagen bauen, auf dem das mobile Klo durch die Innenstadt gezogen wurde. „Pecunia non olet“ hieß die Performance, und Klaus von Gaffron, in der fahrenden Toilette sitzend, räsoniert auf seiner Fahrt durch die Münchner Innenstadt via Megafon über das Thema Stuhlgang und anderes.

Biografien:
Funda Gül Özcan
geb. 1984 in Garmisch-Partenkirchen, seit 2006 Bildhauergeselle, 2010-2013 Meisterschülerin und Diplom an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Prof. Stephan Huber
Maximilian Schmölz
geb. 1986 in Trostberg, seit 2007 Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Matthias Wähner, seit 2009 Studium der Erziehungswissenschaften und Nordistik an der LMU München, 2009 „Walden 3“, Rathausgalerie, München
Jeong-Lin Lim
geb. 1983 in Seoul (Süd-Korea), 2012 Abschluss bei Prof. Hendrik Dorgathen an der Kunsthochschule Kassel
Kati Liebert
geb. 1982 geb. in Nowokusnezk (Rußland), seit 2004 Studium an der Kunsthochschule Kassel mit dem Schwerpunkt Fotografie und Neue Medien, 2012 Meisterschülerin bei Prof. Johanna Schaffer
Klaus von Gaffron
geb. 1946 in Straubing, 1973-78 Akademie der Bildenden Künste in München
seit 1979 freischaffender Künstler
seit 1992 Vorsitzender des Berufsverbands Bildender Künstler München und Oberbayern

Redaktion: Eva Maria Steimle

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