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Kunstraum Miriam Weishaupt: "Indonesia"

Miriam Weishaupt ist seit ihrem Studium von den Möglichkeiten des Siebdrucks, der Radierung und des Kupferstichs begeistert, zumal auch diese Drucktechniken bis heute immer weiter perfektioniert wurden. | Bild: Honorarfrei lediglich für Ankündigungen und Veröffentlichungen im Zusammenhang mit obiger BR-Sendung bei Nennung: "Bild: BR". Nutzung im Social Media-Bereich sowie inhaltlich andere Verwendungen nur nach vorheriger schriftlicher Vereinbarung mit dem BR-Bildmanagement, Tel. 089 / 5900 10580, Fax 089 / 5900 10585, Mail Bildmanagement@br.de

Nacht auf Samstag, 20.05.2017
03:40 bis 03:55 Uhr

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Immer mehr Künstlerinnen beschäftigen sich mit traditionellen, klassischen, technisch eigentlich überholten Drucktechniken und gewinnen ihnen neue gestalterische Möglichkeiten ab. Miriam Weishaupt ist seit ihrem Studium von den Möglichkeiten des Siebdrucks, der Radierung und des Kupferstichs begeistert, zumal auch diese Drucktechniken bis heute immer weiter perfektioniert wurden. So sind heute Nachdrucke älterer Kupferplatten in bislang nie gekannter Qualität möglich, die Brillanz und Schärfe dieser Drucke faszinieren auch das durch Digitaltechnik verwöhnte Auge immer wieder.
"Mich muss ein Bild auf Anhieb faszinieren, bevor ich daran denke, es zu bearbeiten", meint Miriam Weishaupt. Sie arbeitet mit sehr unterschiedlichen Drucktechniken an einem einzigen Bild. Die Technik ist ihr Mittel zur individuellen Gestaltung eines Bildes, nicht zu dessen Reproduktion. Das unterscheidet sie vom Drucktechniker, dessen Arbeit darin besteht, eine einmal erstellte Vorlage in möglichst hoher Auflage so gleichmäßig wie möglich zu reproduzieren.
In akribischer Detailversessenheit entsteht Schritt um Schritt ein großformatiges Werk, das in zahllosen einzelnen Druckstufen wie ein Puzzle vor den Augen des Betrachters zusammen gebaut wird. Allein 18 Siebdruck-Durchgänge mit 18 verschiedenen Farben sollen eine ganz spezielle bildnerische Aura vermitteln, die anders nicht zu erzeugen ist, davon ist die Künstlerin überzeugt.
"Durch die verschiedenen Drucktechniken ist es mir möglich, ins Bild einen Charakter hineinzubekommen, der anders nicht herstellbar ist", erläutert Weishaupt. "Zu jedem Motiv habe ich mir eine andere Technik ausgesucht. Mit Plexiglas kann ich entweder eine Patina erzeugen, oder auch dreckige Oberflächen, die den Charakter beispielsweise einer schmutzigen Straße oder einer bröckelnden Hauswand wiedergeben".
Das fertige Bild vermittelt einen anschaulichen Eindruck der Möglichkeiten traditioneller Drucktechniken, von denen die Miriam Weisdhaupt Gebrauch gemacht hat. "Ich bin vom Ergebnis jedes Mal selbst überrascht. Die verschiedenen Arbeitsschritte bergen so viel Unvorhersehbares, und dadurch erst bekomme ich einen Bezug zu meinem Bild".

Redaktion: Eva Maria Steimle

Von der Idee zum Kunstwerk ist es nicht immer ein leichter Weg - Kunstraum macht diesen Weg transparenter. Die Sendereihe vermittelt die Visionen, Emotionen und Gedanken von Künstlern.

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