BR24

              

529

Seehofer stellt Bedingung für Koalition Kein Verbot von Verbrennungsmotoren

CSU-Chef Seehofer hat eine mögliche Beteiligung seiner Partei an der nächsten Regierung mit einem Festhalten am Verbrennungsmotor verknüpft. Ein Verbot lege die "Axt an die Wurzel unseres Wohlstands".

Stand: 26.08.2017

Im Gespräch mit der Funke Mediengruppe zeigte sich Horst Seehofer unnachgiebig: Ein Verbot des Verbrennungsmotors - wie es Kanzlerin Angela Merkel langfristig als richtig bezeichnet hatte - passe eher zu einer Plan- und nicht zu einer Marktwirtschaft, und komme für seine Partei nicht in Frage:

"Das ist in Koalitionsgesprächen für die CSU genauso wenig verhandelbar wie Steuererhöhungen, eine Erleichterung der Zuwanderung und eine Lockerung der Sicherheitspolitik."

CSU-Chef Horst Seehofer

Maßnahmen des Dieselgipfels reichen

Seehofer verteidigte die Ergebnisse des Dieselgipfels: Die dort beschlossenen Maßnahmen - etwa ein Software-Update, Kaufprämien für umweltfreundliche Autos und höhere Steuern für alte Autos - seien geeignet, die Stickoxid-Problematik in den Griff zu bekommen.

Mit Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) ging Seehofer hart ins Gericht: Sie habe "Millionen von Dieselfahrern mit Fahrverboten bedroht", so der CSU-Chef. Durch diesen "blanken Irrsinn" sei für Halter solcher Autos ein großer Wertverlust einhergegangen.

"Eine Kanzlerin im besten Alter"

Kanzlerin Merkel sprach Seehofer hingegen seine Unterstützung aus:

"Ich rufe jetzt keine fünfte Amtszeit aus, aber ich möchte darauf hinweisen: In vier Jahren ist Angela Merkel immer noch jünger als ich heute bin. Und ich trete auch noch einmal als bayerischer Ministerpräsident an. Wir haben eine Kanzlerin im besten Alter. Sie genießt großen Respekt in der ganzen Welt und hat viel Erfolg mit ihrer Politik."

CSU-Chef Horst Seehofer

Kanzlerin Merkel und CSU-Chef Seehofer während einer Wahlkampfveranstaltung in Bayreuth

Lieber keine GroKo mehr

Als Wunschpartner für eine Koalition nannte Seehofer die FDP, der SPD stellte er hingegen ein schlechtes Zeugnis aus: Die Job-Ambitionen des sozialdemokratischen Altkanzlers Schröder beim russischen Energiekonzern Rosneft nannte er "inakzeptabel" und Außenminister Gabriel kritisierte er für dessen Aussagen über Angela Merkel. Gabriel habe der Kanzlerin fälschlicherweise vorgehalten, sie unterwerfe sich US-Präsident Trump.

"Auch deswegen nimmt bei mir die Neigung, noch einmal eine große Koalition einzugehen, stark ab."

CSU-Chef Horst Seehofer


529

Keine Kommentare mehr möglich. Hinweise zum Kommentieren finden Sie in den Kommentar-Spielregeln.)

campus, Samstag, 26.August, 20:26 Uhr

32. Der Konsument ! Und was noch alles?

Die Industrie produziert schließlich was wir ihr auch abnehmen, sogar noch mehr (Überproduktion!). Die menschliche Bequemlichkeit, Ungeduld und Habsucht sind Teil des Problems. Die Verführung durch Werbung tut ihr Übriges. Ein Sündenbock ist immer schnell gefunden, doch sind die vielen tieferen Wurzeln zu finden, um Besserung zu erreichen. Die Verteufelung anderer ist leicht, doch Wege aus dem Dilemma zu finden ist jetzt wichtiger.
Strengere Kontrollen und Initiativen durch den Staat, Aufklärung und klügeres Verbraucherverhalten wären hier notwendig. Aus Schaden wird man klug, heißt die alte Weisheit. Und Betrug gehört untersucht und konsequent bestraft. Die Bürgergesellschaft braucht klare Ziele und strengere wirksame staatliche Kontrollen.
Mit dem Schimpfen auf Pkws ist es doch längst nicht getan. Was ist mit Selbstzündern im Bausektor, Transportwesen und Schifffahrt? Haben wir nicht schon zu viele Autobahn

Seppl Dorfmüller, Samstag, 26.August, 20:19 Uhr

31. Seehofer

Das gibt jede Menge Arbeit für Helmut Schleich. Der kann bald jeden Tag Programm machen.

campus, Samstag, 26.August, 20:09 Uhr

30. Tempolimit statt Wahlkampfgetöse!

Der aktuelle Sündenfall von Wolfsburg im christlichen Abendland wäre jetzt Anlass genug, zur Schadensbegrenzung auch Tempolimits wie z.B. vom VCD ( 30/70/100) lange gefordert wieder aufzugreifen. Sofort realisierbare „Software von Dobrindt“ gewissermassen . Das wäre etwas Sühne, verdiente Strafe und Wiedergutmachung zu gleich. Schließlich wurde der problematische Selbstzünder in germany erfunden.

campus, Samstag, 26.August, 20:06 Uhr

29. Wahlkampf -weiter nichts

Partikelfilter, Katalysatoren, E10 , Blue Motion, EURO-Abgasvorschriften, ja eigentlich auch schon Airbag und Sicherheitsgurt sollen Fortschritt und Akzeptanz sichern. Als moderner Ablasshandel mit Alibifunktion kann man sie aber auch ansehen. Sie beruhigen und fördern gleichzeitig als immer zahlreichere Beigaben auch wieder den sorglosen Gebrauch! Immer mehr Menschen und das Gemeinwohl kommen dabei jedoch immer weiter unter die vielen Räder. Überproduktion, PS-Rausch und SUV-Luxus verletzen momentan alle Gebote der Nachhaltigkeit und gehören an den Pranger. Von zunehmender Hektik, Luftverschmutzung, Lärmbelastung, Verschleiß, Unfällen und Sachschäden ganz zu schweigen.

Man erinnere sich. Vor 30 Jahren erwog die CDU-Bundesregierung Kohl schon neben dem Kat sogar 100 auf Autobahnen und 80 auf Landstraßen , um die Emissionen zu senken! Auch der Kat wurde erst mal jahrelang blockiert .In Kalifornien gab es ihn schon und Export Autos bekamen ihn deshalb auch .

Münchner, Samstag, 26.August, 19:18 Uhr

28. Diesel

Der Diesel hilft gar nicht bei dem CO2 Problem: Erstens sind aktuelle Benziner fast so sparsam wie Diesel ( etwa 15% mehr Kraftstoff pro PS) Zweitens haben Dieselpkw (z.B. Suvs) durchschnittlich mehr PS als BenzinerPKWs und brauchen somit mehr Diesel. Drittens entsteht bei der Verbrennung von einem Liter Diesel mehr CO2 als bei einem Liter Benzin. Und viertens entsteht bei der Herstellung von Dieselmotoren mehr CO2 als bei Benzinern, weil mehr Eisenerz/Stahl gewonnen und geschmolzen werden muss.