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Architekturgeschichten aus Neumarkt Bauen nach dem Krieg

Oft wird sie als zu hässlich und beliebig verschmäht: die Nachkriegsarchitektur. Zu Unrecht, sagt Architekt Johannes Berschneider. Am Beispiel Neumarkts zeigt er, dass das historische Gesicht der Stadt tatsächlich ein Werk des Wiederaufbaus ist.

Stand: 16.01.2016 | Archiv

Neumarkt in der Oberpfalz: Nach dem Zweiten Weltkrieg war es eine der am meist zerstörten Städte Deutschlands. Eine Steinwüste, die auf den Trümmerruinen ihr heutiges Gepräge erhielt  - von den Architekten der Stunde Null.

Bewehrt mit Winkel und Bleistift waren sie es, die Neumarkt zur typischen 50er-Jahre-Stadt, zur Stadt der Nachkriegs-Baukultur, machten. Mal rekonstruierend, mal modern: Wie im Fall des Apotheken-Flachdachbaus am Oberen Markt, für den sich der Stararchitekt Sep Ruf einsetzte. Oder wie im Fall der Villa Maibaum: ein 60er-Jahre-Bungalow, dessen Besitzerin bis heute in dessen originaler 60er-Jahre-Einrichtung lebt und sich nach wie vor wohlfühlt.

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Architekt Johannes Berschneider wirft mit einem Buch den Blick zurück auf 40 Jahre Nachkriegs-Baukultur in Neumarkt. Im Zentrum stehen nicht nur die von 1945 bis 1985 in Neumarkt entstandenen Gebäude, sondern auch die Formgeber der Stadt. 118 Gebäude werden aus architektonischer und historischer Sicht beschrieben und mit ihren Besonderheiten aufgezeigt. 


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