BR Fernsehen - weiß blau


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weiß blau Rund um Hammelburg

Hammelburg – älteste Weinstadt Frankens. "Mehr sog i ned" würde der Kabarettist Ottfried Fischer hier wohl anschließen. Aber es gibt noch mehr zu sagen, über Hammelburg, die Stadt in Unterfranken, die man eventuell auch im Zusammenhang mit "Bundeswehr" schon mal gehört hat. Genügend gibt es zu sagen, um 45 Sendeminuten über Kultur in Hammelburg und Umgebung zu füllen.

Stand: 29.01.2016

Am Marktplatz geht die Sendung los. Egal, wer und wann dort jemals hinkommt, wird wohl gleich neugierig bei dem Brunnen aus Stein. Moderatorin Annett Segerer geht es da nicht anders als den anderen. Ein Ortsporträt erzählt dann die wichtigsten Fakten, mit Schwerpunkt auf der Weinstadt Hammelburg, und die jungen Winzer, international ausgebildet, sehr auf hohe Qualität der Weine schauend. Das Weingut Schloss Saaleck wird danach von der Moderatorin angesteuert, Gespräch mit den Betreibern, denen Wein eine Herzensangelegenheit ist. Gespräch auch über Spontangärungen. Hört sich spannend an, Genaueres in der Sendung. In der es dann um die erste Musikakademie, die in Bayern überhaupt gegründet wurde, geht. Und die steht in? Ja, genau. Gruppen aus Unterfranken und drüber hinaus kommen hier zum unbeschwerten Musizieren zusammen, Kuno Holzheimer ist der Hausherr.

Burg Saaleck

Das Weingut Schloss Saaleck in Hammelburg hat eine sehr lange Geschichte.

Auf Burg Saaleck ist ein ähnlich kompetenter Hausherr zu finden: Ewald Hupp. Nur auf einem anderen Feld, dem des Kochens, regional, auf hohem Niveau. Er wollte das einfach, Koch werden, auch wenn es seine Eltern doch überraschte, damals, als es noch nicht vor TV-Köchen und Gourmetrestaurants wimmelte. Ewald Hupp war auch ein enger Freund des hochklassigen, leider schon verstorbenen Hammelburger Malers Robert Höfling. Ein eigenes Höfling-Zimmer gibt es auf der Burg, diskutierende Kardinäle und anderes, auf Leinwand gebannt. Faszinierend.

Von der Faszination, die vom Menschen und Künstler Robert Höfling ausging, berichten Weggefährten und ein enger Verwandter in einem lockeren Gespräch mit Annett Segerer. Wen er mochte, den mochte er, der Robert Höfling, wen er nicht mochte, der brauchte es gar nicht erst versuchen, ihm ein Bild zu entlocken. Auch Kunst, mitten in der Steilheit der Weinhänge, hat Wolfgang Binder entdeckt. Lebengroße Figuren, kein Mensch weiß bis heute, wie die da hinkamen.

Ein Ort mit gutem Wein und interessanten Charakteren

Beim Hammelburger Höflesfest öffnen private Höflesbesitzer und Weinbaubetriebe ihre Anwesen.

Davor schon ein Streifzug über das Hammelburger Höflesfest, so schön kann das Leben sein. Dann zu "Konny" Konrad Albert. Ein hochtalentiertes "Original" aus der Weinstadt, macht Musik mit Dialekttexten, kann zudem sehr gut skizzieren, ein Porträt der Moderatorin "live" auf Sendung. Dann zur Bundeswehr, großer Arbeitgeber, mitten auf dem Übungsgelände ein verlassenes Dorf. Heute Übungsgelände für Soldaten.

Randnotiz: Die jüngste Tochter Friedrich Schillers ist auf dem Friedhof des Geisterortes begraben. Die könnten auch leider die Trommeltöne der "Handmade Drums" nicht mehr zum Leben erwecken, die Holger Reith in Untereschenbach herstellt. Der Drummer einer bekannten Metal-Band ist gerade zu Gast, um die Klangqualität zu verinnerlichen. Raus in die Natur, an die "Fränkische Saale", ein Idyll zu jeder Jahreszeit, auch an unseren Drehtagen im Spätherbst. Wolfgang Binder erforscht derweil das Geotop Sodenberg und denkt nach über Adonisröschen, die hier jedes Jahr vielfach erblühen. Das war es schon, aus Hammelburg, ein Ort mit sehr gutem Wein und interessanten Charakteren. "Mehr sog i ned".


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