BR Fernsehen - Unser Land


37

Sabotage im Maisfeld Lebensgefährliche Anschläge mit Metallstangen

Etwa eine Woche dauert die Maisernte noch und jeder Bauer hofft, dass ihm auf dem Häcksler nicht ein zwischen den Pflanzen verstecktes Metallteil um die Ohren fliegt. Zehn solcher Vorfälle sind heuer bereits der Polizei gemeldet worden.

Stand: 02.10.2017

Wie schon im vergangenen Jahr haben Unbekannte auch im Laufe dieser Maisernte immer wieder Metallteile in Feldern versteckt. Betroffen war vor allem der Landkreis Donau-Ries, aber auch im Raum Augsburg und in den Landkreisen Ostallgäu und Günzburg ist es zu Anschlägen gekommen. Erst gestern hat ein Metallteil einen Mähdrescher in Edelstetten im Landkreis Günzburg lahm gelegt - Schaden rund dreieinhalbtausend Euro.

Metalldetektoren erkennen die Stangen nicht

Bei der Ernte geraten die Metallteile vor allem in Maishäcksler, denn trotz einer Nachrüstung vieler Maschinen mit Metalldetektoren würden Edelstahlstangen offensichtlich nicht erkannt, so Magnus Kastenhofer von der Polizei Donauwörth. Nicht nur der entstandene Sachschaden - pro Maschine liegt er bei mindestens 10.000 Euro - ist beträchtlich, auch die Gefahr ist nicht zu unterschätzen: Die gut eineinhalb Zentimeter starken Stangen werden in dem Häckselwerk zerfetzt, Teile davon könnten sich dann zu einem gefährlichen Geschoss entwickeln.

Kein Kavaliersdelikt

Wer macht so etwas? Die Polizei ermittelt mit Hochdruck, sagt Magnus Kastenhofer. Über das Motiv und die Täter sei jedoch noch nichts bekannt. Biogas-Gegner, militante Tier- oder Umweltschützer oder auch neidische Nachbarn könnten zum möglichen Täterkreis gehören. Die Polizei ermittelt derzeit wegen Sachbeschädigung - auch dafür kann es eine Haftstrafe geben.


37