BR Fernsehen - Traumhäuser


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Traumhäuser Ein Stadthaus am Waldrand

Schuld an allem sind eigentlich Bracket, Eskin, Reeve und Samson. Sie brachten Bauherren und Architekten zusammen.

Stand: 18.09.2015

Eigentlich waren Nina und Stephan Fabi (fabi architekten, Regensburg) voll ausgebucht, als sie die Anfrage der Huberts aus Nürnberg erreichte.

"Doch als wir herausfanden, dass uns die Liebe zu unseren Labradors verbindet, überlegten wir noch mal. Den Ausschlag gab dann das geplante Hundezimmer. Wenn Bauherren einen eigenen Wohnbereich für ihre Vierbeiner planen, wird nicht nur das Hundehalterherz schwach, sondern auch das Architektenhirn aktiv."

Nina Fabi

Und was die Architektenhirne dann hervorbrachten, kann sich sehen lassen. Neben dem gewünschten separaten Eingang für die Vierbeiner, einer Schmutzschleuse mit Hundedusche sowie besagtem Hundezimmer entwarfen sie ein Haus, das vorbildlich mit dem direkt gegenüber liegenden Wald korrespondiert, sich nach Süden großzügig öffnet und auch innenräumlich große Qualitäten aufweist. Vor allem das Treppenhaus – in vielen Gebäuden eine wenig attraktive Problemzone – machten sie Dank Galerie und einer Öffnung vom Keller bis zum First zu einem wahren Erlebnisraum.

Für die Gestaltung der Wohnräume wurde eine Innenarchitektin hinzugezogen. Die Fabis legen großen Wert auf die ästhetische Einheitlichkeit von Gebäudehülle und Innenraumstil und auch den Bauherren kam die genaue und sorgfältige Planung sehr entgegen:

"Das akribische Auseinandersetzen mit jedem Detail hat sich im Rückblick genauso gelohnt, wie die geduldige Zusammenarbeit mit den beteiligten Handwerkern. Wir können mit Fug und Recht behaupten, dass das Haus in allen Facetten unseren Wünschen entspricht."

Harald Hubert, Bauherr

Auch die Labradors lieben ihr neues Zuhause. Das mag jedoch eher an der räumlichen Großzügigkeit und der Nähe zum Stadtwald liegen als an der Hundedusche…

Pläne und Grundrisse

Architekten: Nina und Stephan Fabi, Kristina Binder, fabi architekten, Regensburg

Buch und Regie: Michael Appel
Redaktion: Sabine Reeh


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Manuela, Sonntag, 13.März, 12:51 Uhr

6. Stil 1A

Ich hab gestern zufällig den Film gesehen. Die Bauherren sind sehr anspruchsvoll und haben einen wirklich excellenten Geschmack (besonders die Treppe gefaellt) wenngleich man fairerweise auch sagen muss wenn das nötige Wohnbudget vorhanden ist sich solche Wohnvorstellungen auch leichter realisieren lassen. Die Kunst ist es mit wenig Budget viel zu machen. Wir mussten beim Hausbau sehr auf die Einhaltung unseres Budgets schauen. Viele Kompromisse mussten gefunden werden. Wir haben ein für uns schönes Haus geschaffen ohne uns finanziell zu übernehmen. Aber selbstverständlich nicht zu vergleichen mit dem Niveau des hier aufgezeigten Stadtrandhauses. Mir gefällt das Haus von den Bauherren Hubert sehr gut. Glückwunsch.

Pauli75, Donnerstag, 31.Dezember, 13:27 Uhr

5. Haus am Waldrand

Ein sehr schönes Haus, gerade wegen seiner ruhigen und unaufdringlichen Art. Schlicht ohne gewollt zu sein. Die schönsten Innenräume und die beste Lichtführung aller gezeigten Häuser. Die Bedürfnisse der Bauherren ohne für typische Arroganz des Architekten genau ermittelt. Architektur die dem Menschen dient - Einfach sympathisch an zu sehen.

Thomas Schätz, Sonntag, 06.Dezember, 12:44 Uhr

4. Stadthaus/Waldrand

Sehr gelungen dieses Haus, mein Kompliment. Mir scheint, Kommentator "Derwisch" ist etwas neidisch. Zur Regie dieser Staffel möchte ich anmerken, dass sich Traumhäuser von einer Architekursendung zu einer Hausbau-Soap entwickelt hat. Das ist etwas bedauerlich. Sollte eine weitere Staffel produziert werden: bitte weniger vor die Kamera gehaltene Hirschgeweihe usw. und dafür etwas mehr von den Objekten. Die Bauherren des Stadthauses mögen einen guten Musikgeschmack haben, aber sie haben ja keinen Konzertsaal gebaut. Hoffentlich wurden beim BR nicht die Redaktionen Fiction und Doku fusioniert.

  • Antwort von Joachim Gierling, Montag, 14.Dezember, 19:38 Uhr

    Dem kann ich vollends beipflichten! Die ehemaligen 30 Minuten von Traumhäuser wurden in der 5.Staffel auf 45 Minuten künstlich aufgeblasen - immer unter dem Aspekt "künstlerisch wertvoll"! Hätte es echt nicht gebraucht, da es nicht viel mit dem Bau und der oft grandiosen Architektur zu tun hat/hatte! Bitte zum Schluss einer Sendung mehr Detailaufnahmen vom (oft fast) fertigen Objekt!

    Ich freu mich heute schon auf die 6. Staffel.

    Beste Grüße aus dem Allgäu!

Harald Hubert, Donnerstag, 26.November, 20:56 Uhr

3. Informationen zum Sonnenschutz

Die große Glasfassade im Süden wurde bzgl. des Sonneschutzes genau geplant.

Im Film sind noch die Stahlschwerter zu sehen, die den statischen Sonnenschutz aufnehmen (sehr schön im fertigen Zustand auch zu sehen unter: www.fabi-architekten.de/projekte/dualismus ). Dieser statische Sonnenschutz (Bris Soleil) verhindert, dass bei hohen Sonnenständen im Sommer Sonnenlicht auf die Fensterflächen oder ins Gebäude fällt. Zusätzlich sind in den Bris Soleil automatisch gesteuerte Raffstores integriert.

Der statische Sonnenschutz, kombiniert mit der Kühlung durch Tiefenbohrungen hat in diesem - nun wirklich heissen Sommer - bestens funktioniert. Die Raumtemperatur - auch im OG - stieg nicht über 21,5°. Da die Kältequelle kostenfrei zur Verfügung steht, mussten lediglich zwei Umwälzpumpen mit je 10W betrieben werden und in den Räumen herrschte eine angenehme Kühle.

Im Winter kann die Sonne tief in das Gebäude dringen. Bei schönem Wetter muss das Haus nicht beheizt werden.

Harald Huber

Harald Hubert, Donnerstag, 26.November, 20:42 Uhr

2. Informationen zur Haustechnik (Heizen, Kühlen)

Hier noch ein paar wenige wichtige Informationen zur Haustechnik:
Beheizt wird das hoch wärmegedämmte Haus (Poroton mit Blähtonfüllung, Fenster mit uw=0,6, Zellulosedämmung im Dach) mit einer Sole/Wasser-Wärmepumpe, die Tiefenbohrungen als regenerative Wärme- und Kältequelle nutzt. Als Heizflächen stehen sowohl der Fussboden als auch die Decken zur Verfügung, was bedeutet, dass mit einer sehr sehr niedrigen Vorlauftemperatur (aktuell 24° bei 0° Aussentemperatur) geheizt wird. Bei diesem Heizkonzept wird immer das Gebäude komplett beheizt (ohne Keller) und die Temperaturen im Haus sind wegen der Lüftungsanlage immer gleichmässig (im Bad ist es etwas wärmer und im SZ etwas kühler).
Die Heizkosten betragen 50€/Monat, da kann man nicht von Energieverschwendung sprechen.
Die Tiefenbohrungen werden im Sommer zur Kühlung benutzt uns speichern so zusätzliche Umweltenergie im Erdreich, die im folgenden Winter dann wieder zur Verfügung steht.