BR Fernsehen - SÜDLICHT


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SÜDLICHT Ist die Männerwelt am Ende?

Zwei Münchner Schriftsteller haben in diesem Bücherfrühling das gleiche Thema: In den Romanen von Georg M. Oswald und Jonas Lüscher geht es um scheiternde Männer, um klassische Karrieristen, die für ihre Ziele Frau und Kinder immer hintanstellen. Die die Bedeutung familiärer Beziehungen verkennen und einsehen müssen, dass der Beruf nicht alles ist.

Stand: 12.05.2017

Der Held im Roman "Alle, die du liebst" von Georg M. Oswald hat die eigentlich geliebte Ehefrau verloren, weil er dann doch genau das tat, was er nie wollte: dieses Klischeebild eines alternden Mannes mit junger Geliebten abzugeben.

Bumillo im Gespräch mit Jonas Lüscher

In Jonas Lüschers Roman "Kraft" versucht ein Philosophieprofessor in der fortschrittsgläubigen Welt des Silicon Valley das Preisgeld von einer Million Dollar zu gewinnen, indem er in einem Vortrag beweist, was man dort gerne hören möchte: Dass wir in der besten aller Welten leben und Dank neuer Technik alles immer noch besser wird. Nicht dass er an diese These glaubte, aber er benötigt Geld, um sich scheiden zu lassen.

Zwei Romane über Männer, die im Leben die Weichen falsch gestellt haben

Georg M. Oswald im Gespräch mit Bumillo

Bumillo trifft sich mit den beiden Autoren Georg M. Oswald und Jonas Lüscher beim Grillen, um bei Würstchen und Bier mit ihnen zu diskutieren, ob das konventionelle Männerbild zum Scheitern verurteilt ist, und ob sich nicht längst eine jüngere Männergeneration auf den Weg gemacht hat: Männer, die keine Lust haben, auf eine wichtige Seite ihres Lebens zu verzichten.

Bücher

Georg M. Oswald
Alle, die du liebst
Roman
Piper Verlag

Jonas Lüscher
Kraft
Roman
C. H. Beck Verlag


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