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Kümmel Arzneipflanze des Jahres

Schon in der Steinzeit wurde er genutzt, im Mittelalter fehlte er in keinem Kräuterbuch und auch heute noch gehört er zu den bekanntesten Heilpflanzen – der Kümmel. Anbauen lässt er sich in fast jedem Garten.

Stand: 04.11.2016

Auf dem Thron

Der Echte Kümmel oder Wiesenkümmel ist bei uns heimisch und gehört zu den ältesten Heil- und Gewürzkräutern überhaupt. Seine Früchte enthalten viel ätherisches Öl, das krampflösend, antimikrobiell und appetitanregend wirkt. Deshalb hat ihn der „Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde“ an der Universität Würzburg zur Arzneipflanze des Jahres 2016 gewählt.

Internet-Tipp

Mehr Informationen zur Pflanze und zu den Inhaltsstoffen gibt es unter folgendem Link:

„Heilbrot“ mit Kümmel?!

Auch Hildegard von Bingen beschäftigte sich mit dem Kümmel und seiner Heilwirkung. Sie empfahl eine Art „Heilbrot“ mit einer Mischung aus Kümmel, Bibernelle-Wurzel und Pfeffer bei Magen-Darmbeschwerden oder auch bei Brechreiz. Es ist ein einfaches, aber wirksames Rezept sagt Apothekerin Katharina Mantel, die es selbst ausprobiert hat.

Zutaten:

  • Kümmel
  • Bibernelle-Wurzel
  • weißer Pfeffer
  • 1 Eigelb
  • Mehl
  • Wasser

Alle drei Gewürze müssen ganz fein gemahlen werden und zwar am besten unmittelbar vor dem Verarbeiten. Auf vier Teile Kümmel kommt ein Teil Pfeffer und ein Teil Bibernelle-Wurzel. Mit etwas Mehl und Wasser entsteht ein fester Teig, ähnlich einem Nudelteig. Ist die Konsistenz richtig, kommt das Ei dazu. Anschließend formt man kleine Fladen und trocknet diese bei etwa 30 Grad in einer Pfanne oder im Backofen. Wer unter Reiseübelkeit leidet, kann eine halbe Stunde vor Reiseantritt ein Stück dieses „Heilbrotes“ essen. Und auch bei Blähungen und Völlegefühl hilft es.

Kontakt:

Forschergruppe Klostermedizin GmbH

Annastr. 26a
97072 Würzburg
Telefon: 0931 / 41 73 73 42