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quer komplett Sendung und Kommentare vom 15.02.

Politischer Aschermittwoch: Söder-Festspiele in Passau | Aus für Erlanger "Leuchtturm"? | Oberfranken bangt um Elektrifizierung | Tödliche Giftattacken: Polizei jagt Hundehasser - u. v. m. in dieser quer-Sendung

Stand: 07.02.2018

ÖPNV als Lösung? Städte vor dem Verkehrskollaps

Angesichts des drohenden Verkehrskollaps in Städten wie München mahnen Experten zum Umdenken. Der öffentliche Personennahverkehr scheint da die einzig wahre Lösung. Doch der ist zu teuer, zu kompliziert und zu streng – zumindest bis jetzt. Tatsächlich erwägt die Bundesregierung, Fahrscheine und Kontrollen abzuschaffen. Realistisch oder nicht? Beispiele aus Österreich oder Estland zeigen, dass andere, günstigere ÖPNV-Modelle durchaus funktionieren können. Nur, sind die Städte für die Mehrbeförderung überhaupt gerüstet?

Politischer Aschermittwoch: Söder-Festspiele in Passau

Der Noch-Chef liegt krank im Bett, der neue feiert sich zum Defiliermarsch: Beim politischen Aschermittwoch in Passau liegt die Parteibasis Markus Söder zu Füßen. Mit voller Kraft schießt der gegen die politischen Gegner. Dass es noch der Zustimmung der Sozialdemokraten bedarf, um die Große Koalition und die Personalrochade innerhalb der CSU abzusegnen – egal. Schließlich geht es um die Landtagswahl und die absolute Mehrheit. Und während sich die Sozialdemokraten in Personaldebatten zerfleischen, beweist die CSU mal wieder, wie das richtig geht mit der Leit(tier)kultur.

Behörde stoppt Beleuchtung: Aus für Erlanger „Leuchtturm“?

So richtig schön war er wohl noch nie, der Schlot der Erlanger Stadtwerke. Im vergangenen Jahr aber erstrahlte das Bauwerk plötzlich in neuem Glanz – dank bunter Beleuchtung in den Nächten. Die Erlanger waren stolz auf ihr neues schillerndes „Wahrzeichen“. Bis jetzt die Regierung von Mittelfranken auf den Plan trat. Denn der „Leuchtturm“ hat keine Genehmigung. Ab sofort bleibt das Licht aus, die Bürger sind enttäuscht und der Behördenwahnsinn nimmt seinen Lauf.

Bahnbrücken zu niedrig: Oberfranken bangt um Elektrifizierung

Seit Jahren hoffen die Städte und Landkreise in Oberfranken auf die Elektrifizierung der sogenannten Oberfranken-Achse von Hof und Bayreuth nach Lichtenfels. Weg von der Diesellok – hin zu einer umweltbewussten, besseren Anbindung! So weit der Plan. Doch zwei neue Brücken bei Untersteinach könnten nun alle Hoffnungen zunichtemachen. Sie sind mit 4 Meter 90 nämlich zu niedrig für eine mögliche Elektrifizierung. Die Bahn und die Kommunalpolitik beschwichtigen. Doch Experten und Anwohner eint die Sorge: Ist mit den Brücken das Aus für die Elektrifizierung zementiert?

Tödliche Giftattacken: Polizei jagt Hundehasser

Bayernweit beobachten Tierschützer, dass die Zahl der Köderattacken in den vergangenen Jahren stark zugenommen hat. Im Nürnberger Stadtteil St. Johannis sind die Hundehalter in Aufruhr: Ein Hundehasser treibt sein Unwesen in der Nachbarschaft. Immer wieder finden die Anwohner Köder, die mit Gift oder Nägeln versetzt sind. Und nicht nur in Franken wächst die Sorge um den Hund: In Otterfing setzt man sogar schon „Mantrailer“-Hunde auf die Täter an. Und alle fragen sich: Wer tut so etwas? Und warum?

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Alfred Dufter, Sonntag, 18.Februar, 11:26 Uhr

26. Leuchtturm überstrahlt Sternhimmel und verwirrt Insekten + Vögel

Nach oben strahlende Lichter wie diese Kamin-Beleuchtung tragen besonders zur Lichtverschmutzung bei.
Würde der Kamin stattdessen zielgerichtet von oben nach unten angeleuchtet, wär das schon besser.
Und man sollte die Zeit von Sonnenuntergang bis zum Ende der astronomischen Dämmerung begrenzen, also max. 1 Stunde.
Das ist der Zeitraum, wo das stimmungsmässig am besten aussieht, und danach möchte man wieder den Sternhimmel ungestört sehen.

Als Hobby-Astronom hat man es immer schwerer, der immer stärker zunehmenden Lichtverschmutzung zu entfliehen.
Selbst bei uns am Alpenrand überstrahlen immer mehr Flutlichter an Skiliften und Langlauf-Strecken den Himmel.

Carlos, Samstag, 17.Februar, 23:40 Uhr

25. Elektrifizierung

Man fragt sich schon, ob die Region Oberfranken, samt angenzenden Ländern Sachsen u. Thüringen planmäßig in Rückständigkeit gehalten werden sollen.

Es gibt z.B. die Höllental-Bahn, die die Grenzregion Hof Richtung Thüringen verbinden könnte. In der Nachkriegszeit wurde die Bahnverbindung unterbrochen.
Leider ist heute diese virtuelle Grenze immer noch zementiert (Hof -Bad Lobenstein-Saalfeld).

Die Politik braucht das Geld für Europa und die Bahn agiert lieber global in China bzw. möchte hierzulande nur noch Großstädte bedienen.Die kleinen Strecken werden outgesourct.

Regionalpolitiker u.Bürgerinitiativen können sich wenden an wen sie wollen - man lässt sie planmäßig auflaufen, es wird verzögert, vertröstet, auf Zeit gespielt, Fragen werden nicht oder nur unzureichend beantwortet.In den Sonntagsreden, da klingt es total anders.

Quer könnte sich mal des Themas Höllental-Bahn annehmen und diversen Großkopferten / entscheidungsträgen Entscheidungsträgern auf den Zahn fühlen

Heribert Wolf, Samstag, 17.Februar, 18:22 Uhr

24. Elektrifizierung der Bahn

Im Gegensatz zu den ländlichen Aufnahmen der Bahnstrecke in Franken gibt es in Oberbayern auch nicht elektrifizierte eingleisige Bahnstrecken, wo die Züge im Minutentakt durchrattern und sogar eine Mobilfunkverbindung auf 60 km Gesamtlänge nur auf insgesamt ca. 10 km verfügbar ist.
Die Strecke München-Mühldorf ist eine der am stärksten befahrenen eingleisigen Strecken Deutschlands.
Zusätzlich zu den täglich ca. 15.000 Berufspendlern werden mehr als 1% aller in Deutschland auf der
Schiene transportierten Güter hier bewegt (Bayerisches Chemiedreick!). Verspätungen auf der ca. 1 Stunde
langen Strecke von 30 Minuten sind die Regel. Als Teil der "Magistrale für Europa"
(Paris-Bratislava), die bis 2020 weitgehend fertig sein soll, wird hier nur alle 10 Jahre neu geplant und
Bodenproben genommen. Ein Ausbau eventuell sogar verbunden mit einer Elektrifizierung steht in weiter Ferne.

Mango Chutney, Samstag, 17.Februar, 17:32 Uhr

23. Unglaublich, der "Dr. Süß"

Ich denke, bei dieser Nummer ist eine Festanstellung in der Schwarzwaldklinik fast sicher.;-) Köstlich gespielt!
Auch die "Seppl-Brothers" trainierte wieder die einschlägige Muskulatur. Als Zuschauer denke ich oft, jetzt müsste es doch bald ausgereizt sein mit den Ideen für diese "Doppel- oder Mehrfachrollen".
Absolut fantastisch.

Zum Thema "Bahnbrücken zu niedrig" hat mich eine Äußerung schon angewidert: "Mir egal, irgendwie wird es schon gehen" (nicht wörtlich).
Das heisst, weil die Verwaltung zu dumm ist eine Zwei-Wege-Kommunikation zur Politik einzurichten und nicht mal einer nachfrägt, ob da was im Wegeplan optimiert werden könnte muss es eben der Steuerzahler richten?
Ist der Bundesverkehrswegeplan die absolute unantastbare Bibel, bei der sich keiner traut eine Frage zu stellen?

Ist unter diesen Gesichtspunkten "Privatisierung" überhaupt noch verantwortbar? Nicht nur beim Verkehr. Wo ist Privatisierung eigentlich ein Erfolg?
Gesundheit, Verkehr, Post, Bahn,... usw.

Bastopolos, Samstag, 17.Februar, 13:12 Uhr

22. ÖPNV

Leider ist das Ganze ein wenig konfus...
Da beklagt man sich einerseits über Schadstoffe der Autos und dass die Leute auf den ÖPNV umsteigen sollen, andererseits gibt es anscheinend gar nicht die Kapazitäten...
Auch die Aussage, dass M 5,5Mrd in den Ausbau investieren will, aber man noch nicht wisse wer dies bezahlt erscheint irre..