BR Fernsehen - quer


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quer komplett Sendung und Kommentare vom 07.12.

Wohnungsnot trifft Mittelschicht // Attacken auf Flüchlingshelfer: Gewaltwelle von rechts // Bayerische Firmen werden ausspioniert // Wertvolles vergammelt auf Wertstoffhöfen // Fette Vierbeiner - u. v. m. in dieser quer-Sendung:

Stand: 06.12.2017

Fette Vierbeiner: Wenn Zuneigung dick macht

Tierärzte sprechen von einer alarmierenden Zahl: Fast die Hälfte aller Haustiere in Deutschland ist zu fett. Ein schwerwiegendes Problem, denn Übergewicht kann die Tiere krank machen. Diabetes, Herz- und Bandscheibenschäden – die Ludwig-Maximilians-Universität München hat die Gefahr erkannt und die erste Adipositas-Sprechstunde für Haustiere eingerichtet. Das Phänomen verrät vor allem viel über die Herrchen. Denn die Tiere sind oftmals Ersatz für menschliche Beziehungen. Und Liebe geht ja, bekanntlich, durch den Magen.  

Eigentum nur für Millionäre? Wohnungsnot trifft Mittelschicht

Der Immobilienmarkt im Freistaat ist überhitzt, Wohnraum wird immer unerschwinglicher – auch weil die Baulandpreise explodieren. Längst belastet das nicht mehr nur Menschen mit geringem Einkommen, sondern auch die Mittelschicht. Im Großraum München etwa lässt sich der Traum von den eigenen vier Wänden meist nur noch über Genossenschaften realisieren. Doch obwohl sich die Stadt zu bezahlbarem Wohnraum bekennt, stockt der Ausbau. Alt-OB Hans-Jochen Vogel fordert jetzt eine Reform des Bodenrechts, um die Preisexplosion zu stoppen.

Attacken auf Flüchlingshelfer: Gewaltwelle von rechts

Der rechtsextreme Messerangriff auf den Bürgermeister von Altena in Nordrhein-Westfalen hat die Öffentlichkeit schockiert. Und auch in Bayern leben Amtsträger und Ehrenamtliche, die sich für Ausländer einsetzen, mit ständigen Einschüchterungen, Übergriffen und Morddrohungen. Der Kabarettist Christian Springer kennt wegen seines Engagements im Verein „Orienthelfer“ Anfeindungen von rechts aus eigener Erfahrung. Er will die Situation nicht mehr hinnehmen und fordert von Politik und Gesellschaft: Helft den Helfern!

Innovativ, aber naiv: Bayerische Firmen werden ausspioniert

Sie sind hochspezialisiert und innovativ – doch wenn es um die IT-Sicherheit geht, hinken viele mittelständische Unternehmen im Freistaat hinterher. Das nutzen Hacker aus dem Ausland, um sich wertvolle Daten zu sichern. Rund 90 Prozent der Cyber-Angriffe treffen kleine Firmen. Dazu kommt eine neue Masche: Delegationen, die direkt vor Ort spionieren oder USB-Sticks mit Schadsoftware zurücklassen. Der Bayerische Verfassungsschutz reagiert mittlerweile mit einem speziellen Cyber-Abwehr-Zentrum. Denn der Schaden für die bayerische Wirtschaft ist groß.

Wertstoff-Lüge? Wertvolles vergammelt auf Wertstoffhöfen

In der Vorweihnachtszeit brummt das Geschäft im Elektrofachhandel. Fernseher, Espressomaschinen oder Staubsauger – alles gibt es jetzt zum Schnäppchenpreis. Der Neukauf scheint alternativlos, dabei landen jeden Tag leicht zu reparierende oder funktionsfähige Geräte in den Containern der Wertstoffhöfe. Falsche Lagerung gibt den Toastern und Mikrowellen dann den Rest. Das muss nicht sein, finden Rohstoffexperten der Universität Augsburg und fordern jetzt ein besseres Müll-Management. Denn so ließen sich alleine in Bayern jedes Jahr 33.000 Tonnen Elektroabfall vermeiden – und wertvolle Rohstoffe recyceln.

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Diese und weitere Themen in der quer-Sendung vom 07.12.2017. Kommentieren Sie hier, auf facebook.com/quer, bei G+ oder bei Twitter mit @BR_quer oder #BR_quer.


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Prescher, Mittwoch, 13.Dezember, 15:21 Uhr

22. Gewalt von rechts

Die Situation erinnert an die 20ger und 30ger des letzten Jahrhundert.Das Ende war Hitler.Hier muss der Staat eingreifen,aber die,die für die Angelegenheit zuständig sind sind leider meist auf dem rechten Auge blind.Das hat sich leider in den vielen Jahren nach dem Krieg immer wieder gezeigt.

Prescher, Mittwoch, 13.Dezember, 15:13 Uhr

21. Mieten

Herr Jochen Vogel hat recht.Das Bodenrecht muss geändert werden.Der Grund und Boden auf dem alles gebaut werden soll,gehört dem Staat,also uns allen.Es kann nicht sein ,dass nur einige wenige,weil sie das das nötige Geld haben,den Boden für sich beanspruchen.Um den Boden für die Allgemeinheit zu erhalten braucht man nur den Artikel 14 des Grundgesetzes anwenden.

Dr. Hans Doepner , Samstag, 09.Dezember, 12:49 Uhr

20. Wohnungsnot - einfache linke Parolen sind immer gut

Da hat es sich die quer Redaktion zu leicht gemacht. Klar, "links+sozial" sein ist immer Top, da muss man dann nichts hinterfragen. Nein, liebe quer Redaktion, nicht "der Markt hat krachend versagt" ! Der Markt versagt nicht, er macht nur Preise. Die Politik hat versagt ! Politiker haben jeden freien Fleck bebauen lassen - nicht mit Wohnungen, sondern mit Gewerbeflächen. Wo Wohnungen leerstehen wird abgerissen und neu gebaut : mit Gewerbe. Das steht meist wieder leer, aber egal. Altsubstanz erhalten ? Nee, lieber wegreissen. Die Stadt Bad Aibling z.B.. hat ganze Wohnblocks wegreissen lassen - man will keinen Zuzug. Menschen haben Ansprüche, wollen Kindergärten, Schulen und ärztliche Versorgung - das macht Kosten und Mühe. Also wegreissen und kein Bauland ausweisen. Der ÖPNV ins Umland ? Katastrophe. Ein TOP ÖPNV könnte Entlastung bringen. Bauen in die Höhe kann Boden sparen.
Krachend versagt hat mal wieder einzig "der Staat" mit all einen Institutionen in Bund, Land und Gemeinde.

Markus Saalfrank, Samstag, 09.Dezember, 03:40 Uhr

19. Sozialbindung Mieten

Es ist schön Herrn Vogel hier zu sehen. Er ist einer der letzten Sozialdemokraten! Keiner der Schröderianer aus dem Seeheimer Kreis, sondern ein guter Mann, dem es um das Gemeinwohl geht. Ich würde mir wünschen - gottlob seit 20 Jahren wünsche ich mir das - das solche soziale Ideologien mal wieder in der guten alten Tante SPD einschlagen würden. Die akutelle SPD ist inhaltsleer. Eine auskömmliche Rente, mehr Verpflichtung der Reichen für das Allgemeinwohl beizutragen über die Vermögens- / Erbschaftssteuer, sozialer Wohnungsbau, eine Krankheits-Bürgerversicherung, und so weiter und so fort. Herr Vogel - Solche Leute wie Sie fehlen in der aktuellen Politk!

Gerstmayer Andrea, Freitag, 08.Dezember, 13:18 Uhr

18. Fette Vierbeiner

Es ist schon was dran dass ein kalter Winter bevorsteht. Meine beiden Tiger sind Freigänger, viele in Bewegung und fressen seit einigen Wochen das Doppelte.