BR Fernsehen - quer


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quer komplett Sendung und Kommentare vom 09.11.

Einbruchswelle im Freistaat // Wohin mit Augsburgs Säufern? // Bürgerbeteiligung in Bayern // Die unnütze Mauer von Neuperlach // Eseltötung schockt Schwaben-Gemeinde - u. v. m. in dieser quer-Sendung:

Stand: 08.11.2017

quer vom 09.11.2017 | Bild: BR

Bürgerbeteiligung in Bayern: Wohlfühlpolitik ohne Folgen

Die Regensburger sind sauer: Ihre Stadt hat eine Bürgerbefragung zum geplanten Kongresszentrum in Auftrag gegeben. Die Entscheidung für den Neubau scheint aber längst gefallen.  Die Abfrage des Bürgerwillens – für die Kritiker des Projekts eine reine Farce. Und so läuft das nicht nur in Regensburg. Von der dritten Startbahn am Münchner Flughafen bis zur Ski-Schaukel am Riedberger Horn: Die Mittel der direkten Demokratie werden unterlaufen oder dienen bestenfalls dazu, politische Entscheidungen im Nachhinein zu legitimieren. Ein Missstand, den die Regensburger so nicht hinnehmen wollen.

Einbruchswelle im Freistaat: Bayern rüsten auf

Die Uhren sind umgestellt, die Dämmerung beginnt früher und damit kommen sie wieder: die Einbrecher. An vielen Orten in Bayern ist die Polizei derzeit im Dauereinsatz gegen Banden und Gelegenheitstäter. Mit durchwachsenem Erfolg: Seit Jahren stagniert zwar die Zahl der Wohnungseinbrüche, aber die Aufklärungsquote im Freistaat lag zuletzt bei gerade mal 19 Prozent. Die Bayern helfen sich deshalb selbst: mit Sicherheitsschlössern, App-Überwachung und – ja – Nebelmaschinen! quer zeigt das große Aufrüsten.

Streit um Trinkertreff: Wohin mit Augsburgs Säufern?

Jede bayerische Stadt hat sie, keine will sie: Trinker, die sich in Gruppen an öffentlichen Plätzen aufhalten. In Augsburg versucht die Verwaltung das Problem jetzt zu lösen: mit einem von Sozialarbeitern betreuten Trinkertreff. Doch die CSU im betroffenen Stadtteil stellt sich quer – schließlich gibt es dort auch einen Kindergarten und ein Seniorenheim. Dabei zeigen Beispiele aus anderen Städten, wie etwa Nürnberg: Die Trinker nur von einem Ort zum nächsten zu treiben, löst das Problem nicht. Der Augsburger Ordnungsreferent zieht nun selbst von Haus zu Haus, um die Anwohner aufzuklären. Ob‘s was bringt?

Lärmschutz ohne Lärm: Die unnütze Mauer von Neuperlach

Die Proteste waren riesig, als vor einem Jahr in München-Neuperlach eine Lärmschutzmauer an einer neuen Asylbewerberunterkunft errichtet wurde. Das vier Meter hohe Bauwerk sollte die Anwohner vor dem Lärm der Flüchtlinge schützen. Jetzt zeigt sich: die Mauer ist völlig nutzlos. Die Unterkunft steht leer, weil keine unbegleiteten minderjährigen Asylbewerber kommen. Gerne würden Anwohner und Organisationen hier Studenten unterbringen, oder Obdachlose, oder Frauen in Not. Doch dafür braucht es die Genehmigung der Stadt. quer auf den Spuren einer Behörden-Posse.

Dorffrieden im Visier? Eseltötung schockt Schwaben-Gemeinde

Warum musste Esel Pepe sterben? Das fragen sich die Menschen im schwäbischen Edelstetten. Das zahme Tier wurde vergangene Woche auf seiner Weide erschossen, mit einer kleinkalibrigen Waffe, aus nächster Nähe. War es ein Racheakt oder die Tat eines gnadenlosen Tierquälers? Anwohner und Tierbesitzer sind schockiert über den plötzlichen Einfall von Gewalt in ihre friedlich-idyllische Gemeinschaft. Zusammen haben sie eine Belohnung ausgeschrieben für Hinweise zum Täter. Und alle fragen sich: Wenn jemand zu so etwas fähig ist – wozu dann noch?

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Prescher, Mittwoch, 15.November, 15:32 Uhr

22. Befragung

Diese Volksbefragungen haben meist einen Hacken.Die Leute die so eine Befragung anstoßen um ihre Interessen durchzubringen,jubeln wenn sie feststellen:Hurra wir haben 80% Zustimmung.Dabei wird übersehen,wie viel Leute überhaupt bereit waren für dieses oder jenes ihre Stimme abzugeben.Da ist oft auch in der Presse der Fehler,dass dieser wichtige Punkt nicht genannt wird.

Prescher, Mittwoch, 15.November, 15:21 Uhr

21. Mauer

Herrschaftszeiten,man wird doch einen Professor oder was ähnliches finden,der über diese blöde Mauer einen hochwissenschaftlichen Bericht schreibt,dann sind die Befürworter dieses Monstrums befriedigt.

91541Matthias, Dienstag, 14.November, 17:38 Uhr

20. Bürgerbeteiligung

das mit der Bürgerbeteiligung ist so eine Sache..

bei uns in Rothenburg gibt es Beiräte und Bürgersprechstunden..es wird aber trotzdem gemacht,was gewissen Lobbiisten und Unternehmern gut tut und nicht unbedingt,was die Bürger brauchen.

Transparenz wäre schön,ist aber bei alten Seilschaften nicht gewünscht.

Lauffeuer, Montag, 13.November, 15:52 Uhr

19. Bürgerbefragung

Meiner Meinung nach muss zunächst das Quorum erhöht werden. 10% sind zu wenig. 25 - 50% sind realistischer. Und dann müssen die Leute auch hingehen! Diese Gleichgültigkeit ist doch auch erschreckend.

Bruno Schillinger-Safob, Sonntag, 12.November, 18:57 Uhr

18. Irrige Bürgerbeteiligung oder Erweiterung von 'Ich halte sie dumm UND ruhig'

Das mit der sogenannten Bürgerbeteiligung ist doch schon Jahrzehnte alt. Wer erinnert sich noch an die Bundestagswahlen, wo dann die Merkel auftrat und sagte, der Bürger wollte diese grobe Korruption. Ich weiß nicht, welche Stimmzettel sie hatte, doch bei uns waren überall nur die Parteinamen drauf und keine Korruptionen.

Es ist allerdings ein Erfahrungswert, wer in einem Unternehmen die Mitarbeiter (hier Bürger) nur alibimäßig befragt, sie als Staffage missbraucht, der ist am Ende und die Mitarbeiter kontern mit 'innerer Kündigung'.

Dasselbe bei Seehofer und der CSU - haben die eigentlich nichts zu arbeiten? Stattdessen setzen sie sich in Berlin den Hintern breit (bekommt der Ministerpräsident hier Urlaubstage abgezogen) und die Minister schmutzeln/sticheln in ihrer Arbeitszeit gegen Parteifreunde - auch gegen den Arbeitsvertrag mit dem Bürger. So kann der Bürger nur noch auf irgendeine Veränderung oder aus Protest wählen und da gibt es halt nur die xfx Sekte.