BR Fernsehen - quer


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quer komplett Sendung und Kommentare vom 20.07.

Wie der Staat Immobilienmultis reich macht // Lokale gegen Lebensmittelverschwendung // Lokaler Online-Handel in Günzburg // EU-Entwurf begünstigt größere Legehennen-Ställe // Teuer und fragwürdig: Digital-Offensive an Schulen - u. v. m. in dieser quer-Sendung:

Stand: 19.07.2017

Bio-Masse? EU-Entwurf begünstigt größere Legehennen-Ställe

Bisher dürfen höchstens 3000 Legehennen in einem Bio-Stall gehalten werden. Doch oft wird die EU-Öko-Verordnung großzügig ausgelegt – ganz legal. Mehrere zehntausend Hennen sind dann in einem Gebäude untergebracht. Ein Skandal, finden Tierschützer. Das EU-Parlament wollte jetzt eine Obergrenze einführen – doch im Entwurf für die neue Ökoverordnung ist davon keine Rede mehr. Auch in Bayern könnten dadurch Biobetriebe künftig noch mehr Massentierhaltung praktizieren. Dabei wollen viele Verbraucher Eier aus artgerechter Haltung: Bio-Eier sind in Deutschland das meistgekaufte Produkt aus ökologischer Erzeugung. Aber ist das Bio-Ei aus Massentierhaltung wirklich das, was Kunden sich vorstellen?

Brutaler Mietmarkt: Wie der Staat Immobilienmultis reich macht

Immobilienfirmen werden staatlich begünstigt. Ziel vom Bund: Steuerliche Anreize sollen die Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum befördern. Doch viele Immobilienunternehmen bauen kaum neue Wohnungen, sondern kaufen nur bereits bestehende Wohnblöcke auf – und zahlen dabei nicht einmal Grunderwerbsteuer. Nur ein Beispiel für die einseitige Rechtslage. Auch bei Modernisierungen werden Mieter benachteiligt – mit drastischen Mieterhöhungen bis zu 80 Prozent wie derzeit in Garmisch-Partenkirchen.

Zu gut für die Tonne: Lokale gegen Lebensmittelverschwendung

In Bayerns Wirtshäusern, Kantinen und bei Caterern werden jedes Jahr rund 160.000 Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Immer mehr Gastwirte wollen das nicht länger hinnehmen und suchen nach Lösungen. Sie wiegen Portionen ab, verändern Speisekarten oder verkaufen übrige Lebensmittel zum halben Preis. Selbst Strafzahlungen für Gäste, die sich beim Buffet zu viel auf den Teller geladen haben, werden erprobt. Gehen solche Konzepte auf – oder wollen die Gäste trotzdem lieber gut gefüllte Teller, egal ob sie aufessen oder nicht? 

Kampfansage an Amazon & Co: Lokaler Online-Handel in Günzburg

Bayerns Innenstädte werden immer austauschbarer. Überall die gleichen Geschäfte, Handelsketten, Schnellrestaurants. Ein Grund: Gegen die Onlinekonkurrenz von Großkonzernen wie Amazon haben kleine Traditionsgeschäfte oft keine Chance. Doch in Günzburg formiert sich Widerstand. Die Günzburger Geschäftsleute schlossen sich kurzerhand gemeinsam zu einem Internetportal zusammen und bieten mit Unterstützung der Politik der großen Online-Konkurrenz die Stirn. Ein Hoffnungsschimmer auch für Traditionsgeschäfte in anderen bayerischen Städten?

Teuer und fragwürdig: Digital-Offensive an Schulen

Mehr Tablets, WLAN und Clouds für die Schülerdaten - dafür will die Bundesregierung in den nächsten Jahren fünf Milliarden Euro bereitstellen. Doch Pädagogen warnen: Die Schüler könnten durch die ständige Mediennutzung im Unterricht verblöden. Ein aktuelles Gutachten bestätigt sie jetzt: Grundschüler waren deutlich schlechter in Mathe, wenn sie auch nur einmal pro Woche den Computer im Unterricht nutzten. Doch Wirtschaftsverbände und Politik halten an ihrer Forderung für mehr Digitalisierung in der Schule fest.

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pintobean, Donnerstag, 27.Juli, 16:56 Uhr

33. es ist nicht alles gut bio was in die braune tonne gekloppt wird

Aus Bayei wird Bioei sonst ändert sich nichts. Das Ei vom bio, ursprünglich klein mit grünem Grasdotter im Unterschied zum konventionell orangefarbenen Carotinei hin zur genfreien Maiseigelbfarbe und Gewichtsklassen für alle. Beim Ei ist, wie der Tomate auch, bio keine große Kunst und Eueiverordnungen kannst dir in der Beziehung grad da hinschmieren wo das Ei beim Huhn rauskommt. Eine Legefabrik badet ihre Eier in Tinktur gegen multiresistente Keime bis diese nach Klinikfußboden schmecken, eine andere lässt den Mist dran antrocknen, kommt drauf an wieviel Eierlikör der Kontrolletti intus hatte. Das Demeterbiosalatblatt um 5€ oder in der Abokiste, die meist komplett auf dem Kompost landet. In der Soznwirtschaft ist es am resourcenschonendsten die wenige Ware in der Schlange abzuverkauften bis nichts mehr da ist um angeblich Schwarze damit zu retten, denen dann ihre Bestellungen durch die Hintertür im Hause kredenzt werden. Dann ist bio nicht grün wie Eidotter, mehr braun wie Scheiße.

Squareman, Mittwoch, 26.Juli, 12:05 Uhr

32. Bürgerwille

Seehofer ist ein Phänomen, er verspricht allen alles und hält nichts, aber keiner fragt nach. Der Wähler hat eben ein kurzes Gedächtnis. Aber eigentlich ist es in Bayern egal wer regiert Hauptsache CSU, und wenn es eine Vogelscheuche ist sie wird gewählt.

Prescher Peter, Montag, 24.Juli, 15:25 Uhr

31. Legehennen Stall.

Bei diesen Massentierhaltung egal welche Tierart muss doch gefragt werden.Wer hat den Nutzen und wer den Schaden.Der Betreiber so einer Anlage hat den Gewinn,(man darf ja nicht fragen wie er,der Unternehmer,zu dieser Erlaubnis kam,so einen Stall aufzubauen)Die umliegenden Menschen haben die ganzen Nachteile wie hohes Verkehrsaufkommen,Geruchsbelästigung,was geschieht mit dem Abfall der ja auch entsorgt werden muss?Also nach dem allseits bekannten Motto"Der Gewinn wird privatisiert alle anderen negativen Erscheinungen werden sozialisiert"

Prescher Peter, Montag, 24.Juli, 15:07 Uhr

30. Mieten

Es ist immer das Selbe.Dieses Spekulanten erreichen mit ihrem Geld das was sie wollen.Die Vorteile die ihnen vom Staat gewährt werden werden nur für die eigene
verwendet.Mit der lapidaren Ausrede:Wir wollten ja für den Normalbürger Wohnungen bauen,aber die Sachzwänge haben das verhindert,

Greg, Samstag, 22.Juli, 14:49 Uhr

29. Verschwendung?

Ja, Zeit Verschwendung.

Eingangs steht in der Studie, daß die Datenlage derzeit noch unzureichend ist. "Schätzungen sind die Methode der Wahl".
Grundlage sind die FAO Studien der Vereinten Nationen, die wiederum mit GAPS Simulationsmodellen arbeitet.

Sind solche Bewertungen und Schlussfolgerungen noch seriös und wissenschaftlich, die auf Schätzungen und unklarer Datenbasis erfolgen?