BR Fernsehen - quer


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quer komplett Sendung und Kommentare vom 18.05.

Freistaat ohne Freibad? // Stadt Spalt kriegt kein Tempo 30 // Abschiebepraxis in der Kritik // Tierschützer kämpfen für Kastrationspflicht // Junggesellen-Abschiede: Hausverbot in Regensburger Kneipen - u. v. m. in dieser quer-Sendung:

Stand: 17.05.2017

Freistaat ohne Freibad? Wenn der Sommerspaß baden geht

In Bayern gibt es immer weniger Freibäder. Eine Liste des Innenministeriums spricht von 51 Hallen- und Freibädern, deren Schließung zur Debatte steht, 44 mussten seit 2005 schon schließen. Ein Drittel der Bäder sind sanierungsbedürftig. Damit Gemeinden ihre finanziellen Pflichtaufgaben stemmen können, wird das Freibad oft als Erstes eingespart. Doch jetzt werden Bürger aktiv. Im unterfränkischen Triefenstein zum Beispiel öffnet das totgesagte Freibad diesen Sommer wieder, weil engagierte Einwohner es in Eigeninitiative gerettet haben.

Trotz Unfallgefahr: Stadt Spalt kriegt kein Tempo 30

Seit 12 Jahren kämpfen die Bürger und Politiker von Spalt in Mittelfranken einhellig für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf ihrer Ortsdurchfahrt. Denn die ist sehr eng – schlecht  einsehbare Kurven und Kuppen machen eine Straßenüberquerung lebensgefährlich. Obwohl es bereits tödliche Unfälle gab, dürfen sogar die Lastwagen von der benachbarten Sandgrube mit Tempo 50 durch die mittelalterliche Kleinstadt fahren. Doch die Stadt darf kein Tempolimit vorschreiben. Weil die Ortsdurchfahrt eine Staatsstraße ist, entscheidet die Regierung von Mittelfranken. Und die sieht keine rechtmäßigen Gründe für ein Tempolimit.

Abholung im Morgengrauen: Abschiebepraxis in der Kritik

In Bayern häufen sich Berichte über unangekündigte nächtliche Abschiebungen. Dem Stephanskirchener Kinderarzt Thomas Nowotny reicht es jetzt. Er hat gegen die Verantwortlichen einer fehlgeschlagenen Abschiebung Dienstaufsichtsbeschwerde eingereicht. Sein Argument: Wenn die Politik bei der Abschiebepraxis auf den Überraschungseffekt und auf abschreckende Beispiele setzt, bleibt die Menschenwürde auf der Strecke. Denn über Atteste, Anträge oder weitere rechtsverbindliche Abschiebehindernisse können die Polizisten vor Ort nicht entscheiden, und um diese Uhrzeit sind Vorgesetzte und Anwälte nicht erreichbar.

Katzenjammer: Tierschützer kämpfen für Kastrationspflicht

Wenn der Mai kommt, bringt er neues Leben: die Maikätzchen werden geboren. Doch längst nicht alle wachsen in behüteter Umgebung auf. Bis zu 300.000 frei streunende Katzen soll es in Bayern geben. Sie vermehren sich rasant – und viele von ihnen sind krank. Tierheime und Tierschützer wollen die Situation durch mehr Kastrationen in den Griff bekommen. Doch auch die geforderte Kastrationspflicht hilft nur bedingt, solange Tierhalter Katzen aussetzen und die Tierheime mit Kosten und Aufwand allein gelassen werden.

Junggesellen-Abschiede: Hausverbot in Regensburger Kneipen

Immer exzessivere Junggesellenabschiede suchen Regensburg heim. An den Wochenenden wird die von vielen Kneipen gesegnete Innenstadt des Weltkulturerbes Regensburg von stark alkoholisierten Männergruppen aus ganz Bayern heimgesucht, die dort ein letztes Mal gemeinsam mit dem künftigen Ehemann über die Stränge schlagen wollen.  Den Gästen, Anwohnern und Wirten reicht es. Jetzt haben sich 15 Wirte zusammengetan und gemeinsam ein generelles Hausverbot für Junggesellen-Abschiede ausgesprochen. 

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Diese und weitere Themen in der quer-Sendung vom 18.05.2017. Kommentieren Sie hier, auf facebook.com/quer, bei G+ oder bei Twitter mit @BR_quer oder #BR_quer.


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Kommentare

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Klaus Wrackmeyer, Montag, 22.Mai, 08:49 Uhr

17. Junggesellenabschied

Es ist mir neu, daß diese Feier so ausarten.
Wenn diese Menschen nicht selber einsehen, wie unmöglich sie sich benehmen, muß man sie vor die Tür setzten! Ich kann die Gastwirte seht gut verstehen, die ihr Haus vor solchen Vandalen schützen müssen, denn sie brauchen ihre Häuser für wirkliche Gäste.

Klaus Wrackmeyer, Montag, 22.Mai, 08:45 Uhr

16. Abschiebepraxis

Es ist eine Schande Menschen abzuschieben, die auf einem guten Weg sind sich zu integrieren, das von Ihnen gezeigte Beispiel gehört auch dazu. Unsere Gesetze gehören auf den Prüfstand und müssen vor allem flexibel ausgelegt werden, bei solchen positiven Beispielen ist ein Eingreifen der Bürokraten nicht nötig, die sollten sich lieber um die Ganoven kümmern, die es natürlich auch unter Flüchtlingen gibt, wie in Deutschland! Also Augenmaß und kein "Gesetz ist Gesetz"!

Nicole Witzgall, Sonntag, 21.Mai, 21:07 Uhr

15. Tierschützer

Sind sie wirklich überzeugt von dem was sie da zeigen?!?
Sie sollten auch mal die Katzenbesitzer zu Wort kommen lassen, die ihre Katzen nicht ihr leben lang in einer kleinen Wohnung einsperren, sondern sie auch raus lassen wo sie sich frei bewegen können. Auch nachts, wo sie ihrer Natur entsprechend Mäuse jagen können (Katzen sind von Natur aus nachtaktiv!). Reden sie mit den Katzenbesitzern, deren Katzen einfach verschwinden.
Immer wieder warnen sich Katzenbesitzer auf Internetforen vor Katzenfängern die angeblich umgehen, dabei waren meist nur wieder die "Tierschützer" am Werk.
Was passiert wohl, wenn diese Kastrationspflicht durchgesetzt wird. Wenn jede Katze kastriert wird. Wieviel Katzen wird es dann in 15 oder 20 Jahren noch geben.
Ich würde gerne noch viel mehr dazu sagen, auch zu unseren eigenen Erfahrungen mit den Tierschützern in Kulmbach, dafür reichen die 1000 Zeichen hier aber bei weitem nicht aus.
MfG

HG, Samstag, 20.Mai, 15:10 Uhr

14. Abschiebepraxis

Die Abschiebepraxis ist ein Baby der Innenminister, und sie wissen genau, was sie tun. Man greift willkürlich oder gezielt die falschen Leute heraus und setzt sie in den Flieger. Engagierte, nette, gut deutsch sprechende Menschen mit Ehrgeiz, die sich integrieren wollen, die sich in Jobs begeben, für die keiner der rechtslastigen Dumpfbacken früh um 3 Uhr seinen Arsch aus dem Bett bewegen würde, hilflose schwangere Frauen. Die Schläger, die Dealer und die Faulenzer, die nur rumlungern und es sich gut gehen lassen, bleiben unbehelligt hier. Dabei hieß es doch vor der großen Flüchtlingsflut noch: die Deutschen sterben aus, das Rentensystem braucht dringend mehr Kinder für die Rentenfinanzierung. Aber solche Überlegungen sind einfach zu intelligent für die Politik, da geht es darum, Themen zu besetzen und Stärke zu zeigen, nur um einen zu großen Erfolg der AfD zu verhindern. Man sollte das S in C“S“U und „S“PD durch ein Z ersetzen. Z wie zynisch

HG, Samstag, 20.Mai, 14:47 Uhr

13. Tempo 30 in Spalt

vielleicht wäre hier auch Selbsthilfe die Lösung, wie bei den Bädern, bei denen der Staat so schön großzügig den Bürgern aktives und finanzielles Engagement überläßt: ein paar Traktoren, die mit echtem Tempo 30 zur Schulwegzeit durch den Ort tuckern, ein paar schlampig geparkte Autos, an denen kein LKW bei Gegenverkehr vorbeikommt, ein paar Freiwillige, die langsam durch den Ort fahren und großzügig einbiegen lassen - und schon ist der Verkehrsfluß gebremst