BR Fernsehen - quer


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quer komplett Sendung und Kommentare vom 13.10.

Schaulustige werden immer skrupelloser // Treppenwitz Barrierefreiheit am Bahnhof Zirndorf // Briefträger-Notstand // Regensburgs SPD-Oberbürgermeister in der Kritik // Plastikmüll und kein Ende - u.v.m. in dieser quer-Sendung:

Stand: 12.10.2016

Filmende Gaffer: Schaulustige werden immer skrupelloser

Abbremsen, zuschauen, mit der Handy-Kamera draufhalten: Unfall-Gaffer sind inzwischen ein riesiges Problem auf deutschen Autobahnen. Denn durch ihre Sensationslust behindern sie oft die Arbeit der Rettungsdienste. Sie verursachen Staus und oftmals Folgeunfälle mit tödlichem Ausgang. Schaulustige bei Katastrophen hat es zwar immer schon gegeben – neu ist jedoch die mediale Dimension: Leid zu filmen – und das dann an Freunde und die Netzgemeinde zu verschicken. Filmende Gaffer sollen jetzt härter bestraft werden.

Treppenwitz Barrierefreiheit: Bahnhof Zirndorf ist zu groß

Die Stadt Zirndorf bei Nürnberg kämpft seit Jahren für einen barrierefreien Bahnhof in der Stadtmitte. Doch weder Land noch Bund wollen dafür Geld geben. Etwa 1.400 Menschen steigen am Zirndorfer Bahnhof im Schnitt täglich ein und aus. 400 zu viel für das neue Modernisierungsprogramm von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. Das Programm ist nämlich speziell für Bahnhöfe mit weniger als 1.000 Fahrgästen am Tag vorgesehen. Und für den Fördertopf des Freistaats, der für den Umbau der großen Bahnhöfe gedacht ist, ist der Zirndorfer leider zu klein.

Briefträger-Notstand: Wenn kein Postmann mehr klingelt

Keiner dürfte sich derzeit mehr über Post freuen als manch Bürger aus Kirchseeon: Dort kamen Briefe in den letzten Wochen nur sporadisch ins Haus, krankheitsbedingt, wie die Post mitteilte. Andernorts ärgern sich Kunden über heillos überfüllte Postbank-Filialen - dabei kann sich noch glücklich schätzen, wer nicht vor ganz verschlossener Türe steht. Noch nie war es um den guten alten Brief schlechter bestellt als heute ...

Regensburger Filz: SPD-Oberbürgermeister in der Kritik

In Regensburg bekommen seit Jahren drei große Bauträger die großen lukrativen Aufträge der Stadt. Sie bauen Wohnungen, Hotels und Bürogebäude. Das war schon so als die CSU im Rathaus regierte und ist auch nach dem Machtwechsel 2014 so geblieben. Jetzt wittert die Staatsanwaltschaft Korruption und ermittelt gegen den amtierenden Oberbürgermeister Joachim Wolbergs. Der Vorwurf: Er soll für seinen Wahlkampf Hunderttausende Euro von den drei Bauunternehmen erhalten haben.

Deutschland Spitzenreiter! Plastikmüll und kein Ende

Deutschland ist Vorreiter in Sachen Umweltschutz – so die einhellige Meinung. Doch die Realität sieht anders aus: Mit 11,7 Millionen Tonnen verbraucht in Europa kein anderes Land so viel Plastik wie Deutschland – Tendenz steigend! Die Kunststoffabfallmenge hat sich im Zeitraum von 1994 bis 2013 beinahe verdoppelt. Recycelt werden lediglich 42 Prozent des Plastikmülls. 56 Prozent werden verbrannt und gehen damit der Kreislaufwirtschaft für immer verloren.

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Diese und weitere Themen in der quer-Sendung vom 13.10.2016. Kommentieren Sie hier, auf facebook.com/quer, bei G+ oder bei Twitter mit @BR_quer oder #BR_quer.


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Maja Müller, Dienstag, 18.Oktober, 19:02 Uhr

33. Barrierefreiheit in Bayern

Bei dem Thema 'Barrierefreiheit' fühle ich mich richtig verarscht. Ich bin 47 Jahre alt, seit vielen Jahren an Multipler Sklerose erkrankt, 90% schwerbehindert und gehbehindert. Ich wohne in Nürnberg und weiß genau, auch wenn Barrierefreiheit vorhanden ist , von der Infrastruktur her, habe ich mit Behinderung trotzdem keine Chance...Sperrflächen mit abgeflachtem Bordstein werden zugeparkt, wenn man in den öffentlichen Bus gelangt, wird man blöd angemacht, wenn man den Schwerbehindertenplatz benötigt. Ich erlebe täglich viele unschöne Situationen und bin der Meinung das Fördergelder oft nicht ihren Zweck erfüllen. Es wäre vielleicht sinnvoller Menschen zu helfen die im Rollstuhl sitzen oder Rollator benutzen. Was nützen denen bauliche Maßnahmen mit Fördergeldern, die dann von anderen schmarotzt werden?
Mich beschäftigt dieses Thema sehr.

Viele Grüße
Maja Müller

Petra Hegelheimer, Sonntag, 16.Oktober, 19:18 Uhr

32. Kommentar zu Plastikmüll und kein Ende

Honig aus dem Glas, Gemüse und Obst in Beutel, Käse und Wurst in der mitgebrachten Dose oder Milch in Flaschen, dies sind wirklich Beispiele, die jeder umsetzen kann. Mich hätte jedoch noch interessiert, wie die vorgestellte Frau Shampoo (vielleicht Haarseife), Zahnpasta (selbstgemacht), aber auch Spülmittel und Waschmittel ohne Plastik einkauft. Genauso Klopapier, Nudeln, Süßes, etc.? Wo gibt es das ohne Plastik? Nur in München oder gibt es in jedem Supermarkt Alternativen, dann wäre es schön, das auch zu erfahren ;)

Traunreuter Bürgerin, Sonntag, 16.Oktober, 18:58 Uhr

31. Briefprobleme auch im Chiemgau

Endlich berichtet mal jemand über die Post, die in Bayern scheinbar total überfordert ist. Ich wohne in Traunreut, einer Kleinstadt im Chiemgau, und dort ganz zentral an einer der Hauptstrassen. Seit ich vor drei Jahren hier eingezogen bin, habe ich bereits zweimal eine wochenlange Phase ohne Briefzustellung erlebt. Die Briefe wurden einfach wieder zurückgeschickt mit dem Vermerk: Adresse nicht zu ermitteln. Ne, ist klar, ist ja nur eine der Hauptstrassen und ich wohne ja auch erst drei Jahre hier. Weder die Post vor Ort, noch die Zentrale, noch die zuständige Kontrollbehörde konnten weiterhelfen. Ich selbst verschicke meine Briefe schon gar nicht mehr über die Deutsche Post, aber wer mir was schickt... da fühlt man sich ausgeliefert und ohnmächtig.

R.B., Samstag, 15.Oktober, 14:05 Uhr

30. Gute Beiträge

Zum einen der Beitrag über die "Machenschaften" in Regensburg. Am meisten ärgerte ich mich aber über die Aussagen der Bürger, die das anscheinend tolerieren. Auf der anderen Seite regen sie sich dann über jeden Mist auf. Auch der Beitrag über den Zirndorfer Bahnhof. Alleine schon auf den Gedanken zu kommen, die Barrierefreiheit eines Bahnhofes an der Zahl der Fahrgäste festzumachen, zeigt wie ver"quer"t Politiker denken. Bahnöfe und öffentliche Einrichtungen sollten generell zugänglich sein. oder das beispiel aus Nürnberg mit dem Abstand vom Busausstieg zum Bürgersteig. Warum werden die Busse nicht mit einer Absenkautomatik ausgestattet, um Müttern mit Kinderwägen und Rollstuhlfahrern den Ausstieg zu ermöglichen? Meiner Meinung nach sollten wir lieber zusehen, die anscheinend durch zunehmende "Verblödung" sichergestellten, Probleme auf der Erde zu lösen, bevor man "Marsmenschen" mit unserer Anwesenheit demütigt.

RW, Samstag, 15.Oktober, 12:02 Uhr

29. Vermeidung von Kunststoffabfällen

In Schwandorf geht der Verpackungswahnsinn sogar soweit, dass REWE und GLOBUS ihre Prospekte in Plastikfolie ausliefern lassen...