BR Fernsehen - Polizeiruf 110


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Polizeiruf 110 Gelobtes Land

Kommissar Tauber muss erst einmal verkraften, dass der neue Kollege "Jo" eine Frau ist. Ihr erster gemeinsamer Fall: Der Fahrer eines Flüchtlingstransporters wird nach einem Unfall vermisst, nur seine Kleidung wird auf einer Brücke gefunden. War es Selbstmord?

Stand: 16.03.2010 | Archiv

Filmszene aus "Polizeiruf 110 - Gelobtes Land" | Bild: BR/Laurent Trümper

Der arbeitslose Wennisch, bis vor kurzem noch bei der Tiefkühlkost-Firma "Frische aus Bayern" beschäftigt, verdient jetzt seinen Lebensunterhalt als Schlepper.

Info:

Originaltitel: Polizeiruf 110 - Gelobtes Land (D, 2000)
Regie: Peter Patzak
Darsteller: Michaela May, Edgar Selge, Aglaia Szyszkowitz, Aloysius Itoka, Franziska Walser
Buch: Christian Jeltsch
Drehorte: München und Umgebung
Länge: 89 Minuten
16:9, Dolby, Videotext

Sein letzter Auftrag: Er sollte die beiden Töchter des afrikanischen Ingenieurs und Asylbewerbers Jonah Dibango, Lineo und Thula, illegal über die tschechische Grenze nach Bayern holen. Doch diesmal ging alles schief. Bei der nächtlichen Tour glaubte sich Wennisch irrtümlicherweise von BGS-Beamten entdeckt.

Auf der nun folgenden rasanten Flucht geriet sein Lieferwagen außer Kontrolle, es kam zu einem schweren Unfall: Lineo wurde getötet, die kleine Thula ist spurlos verschwunden.

Auch Wennisch ist auf mysteriöse Weise unauffindbar, nachdem er sich noch einmal kurz bei seiner hochschwangeren Frau Sarah und seiner Tochter Charlotte gemeldet hatte.

Enuma (J. Adu-Gyamfi) und Jonah Dibango (A. Itoka) bei Thula (R. Camara) im Krankenhaus

Nur seine Kleidung wird auf der Isarbrücke gefunden. Die Polizei steht vor einem Rätsel.

Unverhofft bekommt Sarah, die nichts von dem illegalen Treiben ihres Mannes weiß, ungebetenen Besuch: Jonah Dibango will etwas über den Verbleib seiner beiden Töchter erfahren. Die beiden verbünden sich schließlich und versuchen auf eigene Faust, Licht in das Dunkel zu bringen. Doch Dibango gerät selbst in Verdacht, etwas mit Wennischs Verschwinden zu tun zu haben.

Auszeichnungen:

"Gelobtes Land" wurde 2001 für den Adolf-Grimme-Preis nominiert. Dem gesamten Schauspieler- und Filmteam wurde 2001 der "1. Marler Fernsehpreis für Menschenrechte" durch amnesty international verliehen.


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