BR Fernsehen - Münchner Runde


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Rechtsruck in Deutschland: Wie reagiert die Politik?

Paukenschlag bei den Wahlen: Die großen Parteien verlieren zum Teil dramatisch, die AfD etabliert sich jetzt auch im Westen mit zweistelligen Ergebnissen. Verändert sich die Politik? Was bedeuten die Ergebnisse für die Bundestagswahl 2017?

Stand: 14.03.2016

Petry Wahlen | Bild: BR

Gerda Hasselfeldt , CSU-Landesgruppenchefin

Das Wahlergebnis war für alle etablierten Parteien schon eine bittere Pille. Wir tun gut daran, wenn wir uns alle Gedanken darüber machen, wie wir diese Wählerinnen und Wähler, die aus Protest und Enttäuschung über so manches bei den etablierten Parteien AfD gewählt haben, wieder zu uns zurück gewinnen.

Nicola Beer, FDP-Generalsekretärin

Die Kanzlerin sonnt sich in der Zustimmung von Herrn Kretschmann und Frau Dreyer. Meines Erachtens verliert sie den Blick darauf, dass sie ihre eigene Basis verloren hat – sowohl in ihrer Partei als auch in der Bevölkerung.

Anton Hofreiter, Grünen-Fraktionschef

Wir finden es problematisch, dass Herr Seehofer nicht endlich zur Vernunft kommt, sondern weiter zündelt und weiter dafür sorgt, dass die Große Koalition arbeitsunfähig wird. Damit wird genau den Rechtspopulisten in die Hände gespielt.

Florian Pronold , Staatssekretär und SPD-Landeschef

Wir haben zwei herbe Niederlagen eingesteckt, die brutal sind. Wir sind hinter die AfD gefallen und das ist für eine Sozialdemokratie bitter. Man muss in vielen Punkten noch einmal deutlich machen, was sind denn unsere Antworten auf die Sorgen und Nöte der Menschen?

Petr Bystron, AfD-Landesvorsitzender Bayern

Wir freuen uns vor allem, dass wir so viele Nichtwähler für die Demokratie begeistern konnten. Besonders freuen wir uns, dass jetzt das Ende des Zeitalters der Alt-68er angebrochen ist. Wir unterscheiden ganz klar zwischen den Flüchtlingen und zwischen den Wirtschaftsmigranten. Das steht auf jedem Flyer von uns: „Ja zum Asyl. Nein zum Missbrauch“

Abstimmung

Sollten die etablierten Parteien mit der AfD eine Koalition bilden?

Diese Abstimmung ist beendet.

nein

33,2 %

ja

66,8 %

Diese Abstimmung ist keine repräsentative Umfrage. Das Ergebnis ist ein Stimmungsbild der Nutzerinnen und Nutzer von BR.de, die sich an der Abstimmung beteiligt haben.

Moderation:

Durch die Sendung führte Ursula Heller.


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