BR Fernsehen - Münchner Runde


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Münchner Runde extra Nach dem Wahl-Wahnsinn: Wohin steuert unser Land?

Wahl-Beben in drei Bundesländern: Die AfD schafft aus dem Stand 24 Prozent in Sachsen-Anhalt und ist auch in Stuttgart vor der SPD, sensationeller Sieg für den grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann im Ländle. Doch wer regiert künftig mit wem? Wohin steuert Deutschland?

Stand: 14.03.2016

"Sein oder nicht sein" | Bild: Dieter Hanitzsch

Ursula Münch, Politikwissenschaftlerin

Die Erfolge der AfD sind derzeit nicht als Gefahr für die Demokratie zu sehen; sie zeugen auch davon, dass unser Parteiensystem flexibel ist und in Kombination mit dem Wahlsystem einer bestehenden Unzufriedenheit in der Wählerschaft deutlichen Ausdruck verliehen werden kann. (Interview Münchner Runde 14.03.2016)

Roland Tichy, Ex-Chefredakteur WirtschaftsWoche

Der grüne Wahlsieger Kretschmann in Stuttgart spricht nach einer Koalition des “Wollens” von einer des “Könnens”: Es reicht nicht mehr für grün-rot. Die Aussage ist schwerwiegend: Koalieren wird schwer, weil keiner mit der AfD will. (Interview Münchner Runde 14.03.2016)

Dieter Hanitzsch, Karikaturist  

Die Wahlergebnisse sind keine "Klatsche" für Merkels Flüchtlingspolitik, sie sind eine Klatsche für die Politiker der CDU, die in dieser Frage aus taktischen Gründen herumgeeiert sind. Natürlich ist nicht zu verschweigen, dass viele CDU-Wähler zur Afd gegangen sind. (Interview Münchner Runde 14.03.2016)

Richard Hilmer, Meinungsforscher

Das Abschneiden der AfD macht das Regieren nicht leichter, Koalitionen werden immer schwieriger, weil die rechtspopulistische Partei als Koalitionspartner nicht vorstellbar ist. das Votum stellt aber noch keine Gefahr für die Demokratie dar. (Interview Münchner Runde 14.03.2016)

Moderation

Durch die Sendung führt Sigmund Gottlieb.


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