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Flexi-Rente Arbeit mit Nachschlag

Immer mehr Menschen wünschen sich einen flexibleren Übergang in den Ruhestand - aus ganz unterschiedlichen Gründen.

Von: Susanne Fiedler

Stand: 21.03.2017

So arbeiten heutzutage viele Rentner auch im höheren Alter weiter, wie etwa Tuula aus Finnland. Sie muss ihre kleine Rente aufbessern, um sich in München Miete und Lebensunterhalt leisten zu können. Tuula trägt noch mit 73 Jahren jeden Morgen Zeitungen aus und verdient damit 450 Euro im Monat.

Beiträge in die Rentenkasse

In diesem Jahr gibt es erstmals durch die Einführung der sogenannten Flexirente die Möglichkeit, selbst wieder Beiträge in die Rentenkasse einzuzahlen und somit die Rente leicht zu erhöhen. Die Flexirente ermöglicht zudem den Menschen mehr finanziellen Spielraum, die bereits vor der Regelalterszeit in Rente gehen, etwa mit 63 Jahren.

Neu für sie: Sie können trotz Minijob übers Jahr verteilt auch mal mehr als 450 Euro im Monat verdienen. Bleiben sie im Jahr unter 6300 Euro, dann wird ihre Rente nicht gekürzt. Gerade Saisonkräfte bekommen dadurch mehr Spielraum.

Langsam in den Ruhestand

Doch zunehmend wollen ältere Menschen im Rentenalter ihre Arbeit noch aus anderen Gründen nicht ganz aufgeben, beispielsweise der Oberarzt Dr. Gerhard Sandner vom Klinikum Neuperlach.

Der Gynäkologe hat neben der Rente noch eine Ein-Drittel-Stelle. Er möchte weiterhin seine langjährige Erfahrung weitergeben und erst nach und nach ganz mit der Arbeit aufhören.

Weitere Infos

Wer sich für eine Flexi-Rente interessiert, kann sich an die Deutsche Rentenversicherung oder an private Rentenberater wenden.


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